Junge Union fordert radikale Steuerreform – oder kompletten Stopp des Vorhabens
Luka BoucseinJunge Union fordert radikale Steuerreform – oder kompletten Stopp des Vorhabens
Johannes Winkel, Vorsitzender der Jungen Union, hat die Regierung aufgefordert, eine mutige Steuerreform voranzutreiben – oder das Vorhaben ganz aufzugeben. Diese Forderung äußerte er im Vorfeld eines entscheidenden Koalitionstreffens zu dem Thema.
Winkel betonte, dass die Reform nur dann sinnvoll sei, wenn sie Entlastungen in Höhe von über 20 Milliarden Euro bringe. Zudem forderte er gleiche Wettbewerbsbedingungen durch einheitliche Kürzungen bei staatlichen Subventionen in allen Branchen.
Als Beispiel für gelungene überparteiliche Zusammenarbeit nannte er die jüngste Rentenkommission. Gleichzeitig warnte er die Koalitionsspitzen davor, sich mit einem halbherzigen Kompromiss zu begnügen. Stattdessen drängte er darauf, Ehrgeiz vor schnellen Lösungen zu stellen.
Seine Äußerungen folgen auf einen Steuerreformvorschlag, den die beiden Unionsabgeordneten Yannick Bury und Florian Dorn im April vorgelegt hatten. Winkel zeigt sich zwar offen für flexible Anpassungen, besteht jedoch auf einer grundlegenden Neugestaltung.
Der Chef der Jungen Union will entweder eine umfassende Reform – oder gar keine. Seine klare Haltung deutet auf hitzige Debatten in den anstehenden Koalitionsgesprächen hin. Das Ergebnis wird die Zukunft der Steuerpolitik der Regierung prägen.
