Joyn nimmt Jerks. nach Missbrauchsvorwürfen gegen Christian Ulmen vom Programm
Luka Boucsein"jerks." nicht mehr auf Joyn verfügbar - Joyn nimmt Jerks. nach Missbrauchsvorwürfen gegen Christian Ulmen vom Programm
Der Streamingdienst Joyn hat die beliebte Comedyserie Jerks. von seiner Plattform genommen. Der Schritt folgt auf schwere Vorwürfe der Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann und Serienkollegen Christian Ulmen. Die Entscheidung fiel kurz nach der Veröffentlichung der Anschuldigungen in der Spiegel-Ausgabe vom 19.–20. März 2026.
Die über fünf Staffeln gelaufene Serie Jerks. zeigte Ulmen und Fernandes als geschiedenes Paar, das sich im Alltag nach der Trennung behauptet. Ihre Chemie vor der Kamera galt als zentraler Erfolgsfaktor der Show. Doch die öffentliche Meinung kippte schlagartig, als Fernandes' Vorwürfe bekannt wurden.
Joyn, das zur ProSiebenSat.1-Gruppe gehört, entfernte noch am 19. März 2026 – dem Tag der Spiegel-Veröffentlichung – alle Folgen. Die Plattform handelte angesichts wachsender Medienaufmerksamkeit und Solidaritätsbekundungen für Fernandes, unter anderem von prominenten Persönlichkeiten wie Ricarda Lang.
ProSieben betonte in einer Stellungnahme zwar die Unschuldsvermutung als grundlegendes Rechtsprinzip. Dennoch sind die Folgen für Ulmens Karriere bereits spürbar: Ein geplantes neues Projekt mit Joyn steht auf der Kippe, und Werbepartner könnten sich distanzieren. Ulmen selbst schweigt – abgesehen von der Ankündigung rechtlicher Schritte gegen den Spiegel. Die Vorwürfe werden in Palma de Mallorca untersucht, wo sich die Vorfälle ereignet haben sollen.
Fernandes' Enthüllungen haben eine breitere Debatte über Verantwortung in der Unterhaltungsbranche ausgelöst. Die rasche Absetzung von Jerks. spiegelt die wachsende Sensibilität für solche Fälle in Medien und Öffentlichkeit wider.
Die Serie bleibt vorerst bei Joyn abgesetzt, ein Rückkehrtermin steht nicht fest. Ulmens berufliche Zukunft ist ungewiss, während die Ermittlungen laufen. Der Fall hat zudem die Diskussion neu entfacht, wie Vorwürfe über Fehlverhalten in der Öffentlichkeit behandelt werden sollten.






