Jogi Löws Rückkehr als Kommentator: Zwischen Triumph und Zweifeln an der Nationalmannschaft
Christos SchwitalJogi Löws Rückkehr als Kommentator: Zwischen Triumph und Zweifeln an der Nationalmannschaft
Jogi Löw ist als Fußballkommentator zurück – nach einer gemischten Bilanz als Bundestrainer. Seine Amtszeit war geprägt von Triumph und dramatischen Rückschlägen, die den modernen deutschen Fußball prägten. Nun analysiert er mit scharfem Blick die Leistungen der aktuellen Mannschaft.
Unter Löw holte Deutschland 2014 in Brasilien den vierten WM-Titel – der Höhepunkt seiner Karriere und Bestätigung für seinen Glauben an eine strahlende Zukunft des Teams.
Doch die späteren Jahre brachten deutliche Einbrüche: 2018 schied Deutschland erstmals seit Jahrzehnten in der Vorrunde aus. Zwei Jahre später folgte beim EM 2020 das nächste frühe Ausscheiden, diesmal im Achtelfinale. Kurze Zeit später trat er zurück.
Abseits des Platzes wurde Löw zu einer öffentlichen Figur über den Fußball hinaus. Er unterstützte Angela Merkels Politik, etwa zur Massenmigration. 2017 stimmte er in der Bundesversammlung für Frank-Walter Steinmeier. Vor der WM 2018 sorgte zudem der Besuch von Mesut Özil bei Präsident Erdoğan für Kontroversen und Debatten.
Die Nationalmannschaft spiegelte unter seiner Führung oft die politische Haltung Deutschlands wider – ein Ansatz, der sowohl Lob als auch Spott erntete. Der Journalist Frank Hauke hielt prägende Momente fest, darunter den WM-Triumph 2014 und Kolumnen wie „Nach dem 7:1 wurden wir Weltmeister“.
Der aktuelle WM-Auftakt der Deutschen verlief vielversprechend: Mit einem 8:0 gegen Saudi-Arabien, dem höchsten Sieg seit 2002, startete das Team. Doch Löw, nun als Experte, kritisiert trotz des Ergebnisses mangelnde Stabilität in der Mannschaftsleistung.
Löws Karriere steht für Glanz und Schatten. Seine Rückkehr als Kommentator hält ihn im Fußballgeschehen, das er über ein Jahrzehnt mitprägte. Die jüngsten Leistungen der Nationalelf zeigen Potenzial – doch seine Kritik deutet auf anhaltende Zweifel hin.






