Joachim Gauck warnt beim Leopoldina-Empfang vor Populismus und Russlands Bedrohung
Klaus-Dieter StahrJoachim Gauck warnt beim Leopoldina-Empfang vor Populismus und Russlands Bedrohung
Leopoldina lädt zur Frühjahrsveranstaltung 2026 – Joachim Gauck spricht über geopolitische Herausforderungen
Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina veranstaltet am 14. April 2026 ihren traditionellen Frühjahrsempfang mit prominenten Rednern und einer Preisverleihung. Der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck hält die Hauptrede zum Thema Europas sich wandelnde geopolitische Landschaft und die Bedrohung durch Populismus. Die öffentliche Veranstaltung ehrt zudem Professorin Laura Hinze mit dem Leopoldina Early Career Award 2026.
Der Empfang findet in Halle (Saale), im Festsaal der Leopoldina (Jägerberg 1), von 17:30 bis 19:00 Uhr statt. Interessierte können vor Ort teilnehmen oder die Übertragung per Livestream verfolgen. Eine Anmeldung ist bis zum 10. April verpflichtend. Weitere Informationen und der Link zur Registrierung sind unter www.leopoldina.org/de/veranstaltungen/fruehjahrsempfang-2026 abrufbar.
Gaucks Rede mit dem Titel "Zeiten geopolitischen Wandels: Eine neue Verantwortung für Europa" analysiert die Sicherheitsherausforderungen des Kontinents. Im Fokus stehen Russlands anhaltender Krieg gegen die Ukraine, hybride Bedrohungen und die Verbreitung von Desinformation. Zudem warnt er vor inneren Risiken durch populistische Bewegungen, die demokratische Institutionen untergraben.
Im Rahmen der Veranstaltung wird auch Professorin Laura Hinze ausgezeichnet, die den Leopoldina Early Career Award 2026 erhält. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis würdigt ihre Forschung zu Überlebensstrategien von Krebszellen. Hinze hält einen Vortrag unter dem Titel "Unendliche Räume als Überlebensstrategie von Krebszellen".
Europas Sicherheitslage hat sich seit Russlands Invasion in der Ukraine 2022 verschärft. Die NATO erweiterte sich 2023/24 um Finnland und Schweden, während die Mitgliedsstaaten ihre Verteidigungsausgaben erhöhten. Die militärische Unterstützung für die Ukraine übersteigt mittlerweile 100 Milliarden Euro, und Warnungen vor einer russischen Eskalation an NATO-Grenzen haben die Spannungen auf ein Niveau wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr gesehenes Maß getrieben.
Der Frühjahrsempfang bietet eine Plattform, um über Europas drängendste Herausforderungen zu diskutieren – von externen Sicherheitsbedrohungen bis zu inneren Risiken für die Demokratie. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung bis zum 10. April jedoch erforderlich. Die Akademie lädt zur Teilnahme ein, sei es vor Ort oder per Livestream.






