Italo bringt 2028 neuen Wettbewerb in den deutschen Fernverkehrsmarkt
Christos SchwitalItalo bringt 2028 neuen Wettbewerb in den deutschen Fernverkehrsmarkt
Pro Bahn begrüßt Marktstart des italienischen Hochgeschwindigkeitsanbieters Italo in Deutschland
Der Fahrgastverband Pro Bahn hat den geplanten Markteintritt des italienischen Hochgeschwindigkeitszugbetreibers Italo in Deutschland im Jahr 2028 positiv aufgenommen. Das Vorhaben wird neuen Wettbewerb auf dem deutschen Fernverkehrsmarkt bringen. Italo plant, wichtige Strecken wie Berlin–München sowie Köln–Frankfurt–München zu bedienen.
Pro Bahn sieht in Italos Einstieg eine Chance zur Stärkung des deutschen Schienenverkehrs. Die Organisation pocht jedoch auf klare Regeln, um Wettbewerbsnachteile zu vermeiden. Der stellvertretende Bundesvorsitzende Michael Koch betonte, dass der Wettbewerb allen Fahrgästen im Land zugutekommen müsse.
Der Verband hat drei zentrale Forderungen formuliert: Erstens fordert er eine unabhängige nationale Aufsichtsbehörde für den Fernverkehr. Zweitens verlangt er rechtlich verbindliche Schutzbestimmungen für bestehende Regionalverkehre bei der Vergabe von Trassenkapazitäten. Drittens setzt er sich für ein einheitliches Tarifsystem aller Fernverkehrsanbieter ein.
Zudem warnt Pro Bahn davor, sich allein auf Marktmechanismen zur Regulierung des Wettbewerbs zu verlassen. Stattdessen brauche es starke politische Vorgaben, um Fairness im Sektor zu gewährleisten.
Mit dem Start von Italo im Jahr 2028 erhalten Reisende auf stark frequentierten Strecken neue Optionen. Die Vorschläge von Pro Bahn zielen darauf ab, einen ausgewogenen und fahrgastfreundlichen Schienenverkehrsmarkt zu schaffen. Im Mittelpunkt der Forderungen stehen dabei Aufsicht, Chancengleichheit und ein kohärentes System für alle Anbieter.






