09 June 2026, 00:16

Industrie in Deutschland bricht dramatisch ein – 300.000 Jobs bereits verloren

Deutschlands Industrieaufträge brechen doppelt so stark ein wie erwartet

Industrie in Deutschland bricht dramatisch ein – 300.000 Jobs bereits verloren

Deutschlands Industrie erlebt den schwersten Einbruch seit Jahrzehnten. Im April brachen die Aufträge um 3,8 Prozent ein – deutlich stärker als die von Ökonomen prognostizierten zwei Prozent. Unternehmensvertreter sprechen mittlerweile von einer „katastrophalen“ Lage.

Die jüngsten Zahlen zeigen einen drastischen Rückgang in nahezu allen Schlüsselbranchen. Die Automobilhersteller verzeichneten einen Rückgang der Neugeschäfte um 5,3 Prozent, während die Maschinenbauer einen Einbruch von 7,4 Prozent hinnehmen mussten. Die schwache Nachfrage aus dem Euroraum verschärft die Krise zusätzlich.

Auch die Lieferkettenprobleme verschärfen sich weiter. Im Mai hatten 15,9 Prozent der Unternehmen Schwierigkeiten, Vorprodukte zu beschaffen – nach 13,8 Prozent im April. Seit 2019 sind bereits 300.000 Industriearbeitsplätze abgebaut worden, und jeden Monat kommen weitere 10.000 Stellenstreichungen hinzu.

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Ökonomen warnen, dass eine Erholung vorerst unwahrscheinlich ist. Jörg Krämer von der Commerzbank rechnet damit, dass die Wirtschaft im zweiten Quartal erneut schrumpfen wird. Einige Analysten befürchten, dass dieser Abschwung die Folgen der Finanzkrise 2008 oder der Pandemie-Rezession noch übertreffen könnte. Udo Dinglreiter, Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, bezeichnete die Stimmung in der Wirtschaft als „katastrophal“.

Die deutsche Industrie steckt in einer anhaltenden Talfahrt fest. Da die Aufträge schneller einbrechen als erwartet und die Arbeitsplatzverluste zunehmen, bleibt die Aussicht düster. Experten sehen keine Anzeichen für eine baldige Besserung – die Hersteller müssen sich auf weitere Herausforderungen einstellen.

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