ifo-Studie enthüllt: Wer wirklich vom Kraftstoffrabatt profitierte
Christos Schwitalifo-Studie enthüllt: Wer wirklich vom Kraftstoffrabatt profitierte
Eine aktuelle Studie des ifo Instituts zeigt, wie der Kraftstoffrabatt in Deutschland an die Verbraucher weitergegeben wurde. Die Ergebnisse belegen, dass die Ersparnisse bei Premiumkraftstoffen weitgehend der Steuerentlastung entsprachen. Allerdings widersprechen die Befunde den Angaben des Mineralölwirtschaftsverbands (MWV).
Für die Untersuchung verglich das ifo Institut die deutschen Spritpreise mit denen in Frankreich, um die Auswirkungen des Rabatts zu bewerten. Dabei stellte sich heraus, dass die Ersparnisse bei den Premiumkraftstoffen Super E5 und Super E10 jeweils 17 bzw. 16 Cent pro Liter betrugen – Werte, die fast exakt der Höhe der Steuerermäßigung entsprachen.
Die Studie verzeichnete zudem Unterschiede bei der Weitergabe des Rabatts: Während Diesel etwas stärker verbilligt wurde, fiel die Preissenkung bei Benzin etwas geringer aus. Die Monopolkommission kam in ihrer Analyse zu ähnlichen, wenn auch nicht identischen Ergebnissen, was möglicherweise auf unterschiedliche Berechnungsmethoden zurückzuführen ist.
Nicht alle Ersparnisse kamen jedoch bei den Verbrauchern an. Ein Teil des Dieselrabatts verblieb bei den Mineralölkonzernen. Die Gesamtkosten des Kraftstoffrabatts beliefen sich für den Staat auf 1,6 Milliarden Euro.
Die ifo-Ergebnisse widerlegen damit die Behauptung des MWV, die vollständige Steuerermäßigung sei an die Autofahrer weitergegeben worden. Stattdessen zeigen die Daten, dass die Weitergabe bei Premiumbenzin nahezu vollständig erfolgte, bei anderen Kraftstoffen jedoch weniger einheitlich ausfiel.
Mit dem Ende des Rabatts Anfang Juli werden die Spritpreise voraussichtlich wieder steigen. Ein mögliches Abkommen zwischen den USA und dem Iran könnte später zu einer Stabilisierung der Preise beitragen. Die Studie unterstreicht, wie unterschiedlich Steuersenkung sowohl Autofahrern als auch Mineralölunternehmen zugutekam.
