Heuers umstrittenes AfD-Foto löst politische Debatte über Annäherung aus
Klaus-Dieter StahrHeuers umstrittenes AfD-Foto löst politische Debatte über Annäherung aus
Ein aktuelles Foto des CDU-Politikers Guido Heuer mit Ulrich Siegmund von der AfD hat in Berlin für Aufsehen gesorgt. Die Aufnahme zeigt Heuer, wie er Siegmund die Hand auf die Schulter legt und in ein Mikrofon spricht. Der Moment hat die politische Szene der Hauptstadt in Aufruhr versetzt.
Die AfD liegt in den Umfragen derzeit mit 29 Prozent bundesweit an der Spitze – neun Punkte vor der CDU, die bei 20 Prozent steht. In Sachsen-Anhalt könnte die Partei bei der anstehenden Landtagswahl am 6. September sogar die absolute Mehrheit erringen.
Die politischen Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Eva von Angern kritisierte das Foto mit den Worten, die Hand eines Demokraten gehöre niemals auf die Schulter eines AfD-Mitglieds. Der Grünen-Politiker Felix Banaszak verwies auf die zunehmend schwierige Abgrenzung zwischen etablierten Parteien und der AfD. ZDF-Moderator Markus Lanz hinterfragte indes die Praxis, AfD-Politiker pauschal aus der öffentlichen Debatte auszuschließen.
Das Bild wird vielfach als symbolischer Bruch des langjährigen politischen „Cordon sanitaire“ gegen die AfD verurteilt. Beobachter halten die Isolation der Partei mittlerweile für nicht mehr haltbar – ihr Zusammenbruch gilt vielen als unausweichlich.
Die Aufnahme hat die Diskussionen über den wachsenden Einfluss der AfD weiter angeheizt. Die Umfragewerte zeigen die Partei als stärkste Kraft in Deutschland, mit deutlichen Zugewinnen bei anstehenden Regionalwahlen. Der Vorfall unterstreicht die zunehmende Herausforderung, politische Distanz zur AfD zu wahren.






