21 March 2026, 18:13

Habicht Alfons nach brutaler Schießattacke in Lebensgefahr – Polizei sucht Zeugen

Gravur eines Wanderfalken im Flug über einen Hügel mit Bäumen und Gebäuden, detaillierte Flügel und Federn sind sichtbar, mit Text unten.

Habicht Alfons nach brutaler Schießattacke in Lebensgefahr – Polizei sucht Zeugen

Ein abgerichteter Habicht mit dem Namen Alfons wurde in Groß Biewende mit einem Luftgewehr angeschossen und dabei lebensgefährlich verletzt. Der Vogel, der dem Falkner Mario gehört, kämpft seit dem Angriff am 13. November 2025 ums Überleben. Die Behörden suchen nach Zeugen, da der Vorfall Befürchtungen weckt, es könnte sich um gezielte Angriffe auf Greifvögel in der Region handeln.

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Die Schießerei ereignete sich in der Nähe einer Voliere, wo Alfons auf einem abgestorbenen Baum saß. Das Geschoss verursachte schwere innere Verletzungen, die ohne Behandlung zu einem langsamen und schmerzhaften Verfall führen würden. Mario brachte den Habicht sofort in eine spezialisierte Einrichtung, wo er seitdem auf der Intensivstation behandelt wird. Seine Genesung ist ungewiss, und der Vorfall hat das Vertrauensverhältnis zwischen Mario und seinem Vogel tief erschüttert.

Mario hat öffentlich um Mithilfe gebeten und jeden aufgerufen, der Hinweise hat, sich zu melden. Er betonte, dass der Angriff nicht von örtlichen Jägern verübt worden sein könne, da diese keine Luftgewehre verwendeten. Stattdessen vermutet er eine vorsätzliche Tat, die möglicherweise mit weiteren Vorfällen in der Gegend zusammenhängt.

Zwischen 2021 und 2025 verzeichnete der NABU Niedersachsen zwölf ähnliche Angriffe auf Greifvögel im Landkreis Wolfenbüttel. Betroffen waren vor allem Rotmilane und Bussarde in landwirtschaftlich geprägten Gebieten. Die Falknerei, eine von der UNESCO anerkannte Kulturtradition, gerät zunehmend ins Visier unbekannter Täter. Die Polizei bittet dringend um Hinweise aus der Bevölkerung.

Alfons bleibt unter tierärztlicher Beobachtung, seine Zukunft ist weiterhin ungewiss. Der Fall reiht sich in eine besorgniserregende Serie von Angriffen auf Greifvögel in der Region ein. Die Ermittler hoffen, dass die Zusammenarbeit mit der Öffentlichkeit helfen wird, die Verantwortlichen zu identifizieren und weitere Schäden an geschützten Vögeln zu verhindern.

Quelle