Grüne fordern radikale Wende für das marode deutsche Schienennetz bis 2030
Klaus-Dieter StahrGrüne fordern radikale Wende für das marode deutsche Schienennetz bis 2030
Die Grünen haben ihre Prioritäten für die Verbesserung des deutschen Schienennetzes vorgestellt. Obwohl die Modernisierung bereits läuft, müssen Fahrgäste weiterhin mit erheblichen Einschränkungen kämpfen. Die Partei will den Bahnverkehr in den kommenden Jahren zuverlässiger, sicherer und attraktiver gestalten.
Aktuelle Bauarbeiten hatten zu Sperrungen auf wichtigen Strecken geführt, darunter die Linien RE7 und RB48. Diese sind nun wieder in Betrieb und entlasten Pendler etwas. Dennoch stehen weitere umfangreiche Bauvorhaben an, die mit zusätzlichen Behinderungen verbunden sein werden.
Die Grünen setzen sich für mehrere Aufwertungen ein. So soll die S7-Strecke elektrifiziert und bis Düsseldorf verlängert werden. Zudem fordern sie den Bau einer neuen Weichenanlage in der Nähe von Düsseldorf-Eller Mitte, noch vor Beginn der RRX-Bauarbeiten. Die Partei plädiert außerdem für eine Umleitung der RE2-Linie, um Solingen, Wuppertal und das östliche Ruhrgebiet direkt zu verbinden.
Leon Kröck, Fraktionsvorsitzender der Solinger Grünen, betonte, dass die Fahrgäste die aktuellen Einschränkungen mit Geduld ertragen. Die Partei pocht auf eine schnellere Modernisierung der Signaltechnik. Eine bessere Koordinierung der Bahnprojekte zählt ebenfalls zu den zentralen Forderungen.
Für die Grünen ist ein gut funktionierendes Schienennetz entscheidend, um die Abhängigkeit vom Auto zu verringern. Ihre Vorschläge zielen darauf ab, Kapazitäten auszubauen, Verbindungen zu verbessern und künftige Störungen zu minimieren. Die Partei ist überzeugt, dass diese Maßnahmen die Bahn zu einer attraktiveren Verkehrsalternative für alle machen werden.
