Grüne fordern neues Klimaschutzprogramm nach Rekordhitze in Berlin
Die Grünen haben die Bundesregierung aufgefordert, ein neues Klimaschutzprogramm auf den Weg zu bringen, nachdem Berlin unter rekordverdächtiger Hitze gelitten hat. Umweltminister Carsten Schneider (SPD) räumte die wirtschaftlichen Risiken steigender Temperaturen und Wasserknappheit durch Hitzewellen ein.
Die klimapolitische Sprecherin der Grünen, Lisa Badum, übt scharfe Kritik an den aktuellen Plänen. Gegenüber der Nachrichtenagentur dts betonte sie, Schneider müsse seine Vorschläge an die Realität anpassen. Zwar begrüßte Badum, dass der Minister die wirtschaftlichen Schäden durch Extremhitze anerkenne, forderte jedoch ein gerechteres und wirksameres Programm.
Gleichzeitig warnte sie, dass die Zustimmung der SPD zum Gebäudeenergiegesetz die Klimaziele untergraben könnte. In seiner jetzigen Form erlaubte das Gesetz möglicherweise noch nach 2045 den Einsatz von Öl- und Gasheizungen.
Der Aufruf zu einem überarbeiteten Klimaschutzprogramm erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Sorgen über Extremwetter. Schneiders Eingeständnis der wirtschaftlichen Bedrohung unterstreicht die Dringlichkeit verschärfter Maßnahmen. Die Grünen bestehen auf strengere Regeln, um die langfristigen Klimaziele zu erreichen.
