30 June 2026, 02:11

Großrazzia gegen mutmaßlichen Schlepperring in Bremerhaven und Cuxhaven

Großrazzia gegen Menschenhändler

Großrazzia gegen mutmaßlichen Schlepperring in Bremerhaven und Cuxhaven

Großrazzia gegen mutmaßlichen Schlepperring in Norddeutschland

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Bei einer großangelegten Aktion haben Behörden in Norddeutschland einen mutmaßlichen Schlepperring ins Visier genommen. In Bremerhaven und im Landkreis Cuxhaven durchsuchten rund 100 Beamte sechs Objekte. Drei deutsche Staatsbürger – eine 53-jährige Frau sowie zwei Männer im Alter von 57 und 30 Jahren – stehen unter dem Verdacht der Schleusung und weiterer Straftaten.

Den Verdächtigen wird vorgeworfen, über eine von ihnen betriebene Vermittlungsagentur Pflegekräfte in private Haushalte vermittelt zu haben. Den Ermittlungen zufolge sollen sie eine belarussische Staatsbürgerin ohne die erforderlichen Genehmigungen zur Arbeit in Deutschland gebracht haben. Zudem wird dem Agenturinhaber vorgeworfen, etwa 170 weitere Pflegekräfte unter ähnlichen Bedingungen platziert zu haben.

Die Behörden gehen davon aus, dass die Beschäftigten unter dem gesetzlichen Mindestlohn bezahlt wurden. Sozialabgaben sollen vorenthalten oder veruntreut worden sein. Die Aktion ist Teil einer größeren Ermittlung gegen die gewerbsmäßige Einschleusung von Staatsbürgern aus Osteuropa nach Deutschland.

Die Staatsanwaltschaft Bremen, das Bundespolizeiinspektion am Flughafen Hannover und das Hauptzollamt Bremen leiten die Ermittlungen. Die Auswertung des sichergestellten Materials wird voraussichtlich mehrere Wochen dauern.

Die Razzia hat ein mutmaßliches Netzwerk zerschlagen, das Migranten ausbeutete. Die Ermittlungen laufen noch, weitere Anklagen sind möglich, sobald die Beweislage gesichtet ist. Den Beschuldigten – allesamt deutsche Staatsbürger aus dem Landkreis Cuxhaven – werden zahlreiche Verstöße gegen Arbeits- und Aufenthaltsrecht zur Last gelegt.

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