29 April 2026, 04:46

Giffey warnt: Spritsteuersenkung bringt Autofahrern kaum Erleichterung

Diagramm zeigt Treibstoffpreise in den Vereinigten Staaten mit einer blauen Linie, die einen Rückgang der Preise und einer grünen Linie, die einen Anstieg der Preise über die Zeit hinweg anzeigt.

Giffey warnt: Spritsteuersenkung bringt Autofahrern kaum Erleichterung

Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey warnt: Geplante Spritsteuersenkung bringt Fahrern kaum Entlastung

Die von der Bundesregierung beschlossene vorübergehende Senkung der Kraftstoffsteuer werde voraussichtlich nur wenig Erleichterung für Autofahrer bringen, mahnt Franziska Giffey (SPD), Senatorin für Wirtschaft in Berlin. Die Maßnahme, die am 1. Mai in Kraft treten soll, zielt zwar darauf ab, Haushalte und Unternehmen finanziell zu entlasten – doch Giffey zweifelt daran, dass die Mineralölkonzerne die Steuersenkung vollständig an die Verbraucher weitergeben werden.

Die Ampelkoalition hat beschlossen, die Spritsteuer für zunächst zwei Monate um 16,7 Cent pro Liter zu reduzieren. Die Ermäßigung gilt ab dem 1. Mai und wird den Staat schätzungsweise rund 1,6 Milliarden Euro kosten. Giffey zeigt sich jedoch skeptisch, ob die Senkung die gewünschte Wirkung entfalten wird.

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Sie verwies darauf, dass die Spritpreise in Deutschland seit der Zuspitzung des Iran-Konflikts stärker gestiegen seien als in anderen EU-Ländern. Statt sich allein auf Steuersenkungen zu verlassen, fordert sie schärfere Maßnahmen, um die Preise zu deckeln und die Gewinnspannen der Ölkonzerne zu begrenzen. Besonders kritisierte Giffey "Krisengewinner und Profiteure" in der Branche, die die Situation ausnutzten.

Als Alternative schlug sie vor, sich an Nachbarländern wie Polen, Belgien und Luxemburg zu orientieren, wo bereits Preisobergrenzen für Kraftstoffe eingeführt wurden. Ihre Äußerungen spiegeln die Befürchtung wider, dass ein Großteil der Steuerentlastung letztlich den Ölkonzernen zugutekommen könnte – statt die Belastung für die Verbraucher zu verringern.

Die Spritpreissenkung tritt zwar am 1. Mai in Kraft, doch ob sie tatsächlich zu sinkenden Preisen führt, bleibt ungewiss. Giffeys Forderung nach strengeren Kontrollen unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen staatlicher Unterstützung und den Preispolitik der Konzerne. Die langfristigen Auswirkungen der Maßnahme auf Verbraucher und Mineralölindustrie werden sich in den kommenden Monaten zeigen.

Quelle