27 March 2026, 12:21

Gewalt gegen Bahnmitarbeiter bleibt auf Rekordniveau – EVG fordert Zweier-Teams

Ein Bild mit Fotos von Menschen, Zügen und anderen Gegenständen sowie einem Titel, der lautet "Der Zug, der nie aufhört - wie das kontinuierliche Transitssystem funktioniert".

Gewalt gegen Bahnmitarbeiter bleibt auf Rekordniveau – EVG fordert Zweier-Teams

Gewalt gegen Bahnmitarbeiter in Deutschland bleibt ein drängendes Problem

Nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter im Februar 2024 hält die Gewalt gegen Eisenbahnbeschäftigte in Deutschland an. Aus Jahresberichten geht hervor, dass es sowohl 2024 als auch 2025 über 3.000 Vorfälle gab – mit keinerlei Rückgangstendenz. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) fordert nun schärfere Sicherheitsvorkehrungen, darunter die verpflichtende Besetzung von Zügen mit mindestens zwei Personen.

Die von Martin Burkert geführte EVG übt scharfe Kritik an der Reaktion der Regierung. Burkert warnte, dass die Angriffe auf das Frontpersonal weiter zunehmen würden, sollte nicht umgehend gehandelt werden. Die Forderung der Gewerkschaft nach Zweier-Teams steht dabei im Widerspruch zur Haltung der Verkehrsministerkonferenz, die verbindliche Personalvorgaben ablehnt.

Unterdessen hat die Deutsche Bahn Körperkameras für Servicekräfte eingeführt und die Pflicht zur Vorlage des Ausweises für Fahrkartenkontrolleure abgeschafft. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder verhandelt zudem über eine verbesserte Videoüberwachung an Bahnhöfen. Gleichzeitig betont er, dass weitere Maßnahmen innerhalb des bewilligten Haushaltsrahmens finanziert werden müssten.

Die Verkehrsministerkonferenz unterstützt die Sicherheitsinitiativen der Deutschen Bahn und spricht sich für ein bundesweites Waffen- und Messerverbot im Personenverkehr aus. Schnieder kündigte an, die Wirksamkeit der getroffenen Schritte bis Ende April zu prüfen.

Die Debatte um die Sicherheit von Bahnmitarbeitern dauert an, wobei Gewerkschaften und Ministerien in der Frage der Personalvorgaben uneins sind. Die neuen Sicherheitsmaßnahmen der Deutschen Bahn sind zwar umgesetzt, ihre Wirkung muss sich jedoch noch zeigen. Angesichts der Haushaltsgrenzen der Bundesregierung hängt die Umsetzung weiterer Schritte von den Ergebnissen der anstehenden Überprüfung ab.

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