Garderoben-Chaos in London: Zwei Journalisten verlieren alles – und überleben eine Nacht ohne Alles
Luka BoucseinGarderoben-Chaos in London: Zwei Journalisten verlieren alles – und überleben eine Nacht ohne Alles
Zwei Journalisten von City AM verbringen unfreiwillig eine Nacht ohne Habseligkeiten – nach einem Garderoben-Chaos in Londons Guildhall
Adam Bloodworth und Anna Moloney hatten nach der City AM Awards-Veranstaltung noch lange geholfen, den Abbau zu organisieren – doch als sie ihre Sachen aus der Garderobe holen wollten, waren ihre Taschen mit Hausschlüsseln, Geldbörsen und Handys spurlos verschwunden. Die beiden saßen fest und mussten die Nacht in der Hauptstadt notdürftig überbrücken.
Unterdessen sorgte ein Finanzbericht für Verwirrung: Fälschlicherweise wurde der Wert von SpaceX mit 1,25 Billionen Dollar angegeben – dabei bezog sich die Summe lediglich auf den Anteil des Investmentfonds Scottish Mortgage am Unternehmen. Und in einem weiteren Fauxpas wurde aus dem Schattenminister für Wirtschaft (Shadow Business Secretary) durch einen Tippfehler kurzerhand der „Shadow Business Sexretary“ – ausgelöst durch eine Labour-Kampagne zum „Summer of Sex“.
Der Abend hatte noch harmlos begonnen. Bloodworth und Moloney waren nach der City AM Awards-Gala in der Guildhall geblieben, um beim Aufräumen zu helfen. Doch als sie ihre Jacken und Taschen abholen wollten, fehlte jede Spur von ihren Habseligkeiten – inklusive Schlüssel, Portemonnaie und Handy.
Eine hektische, einstündige Suche in den Hinterzimmern des Veranstaltungsorts blieb ergebnislos. Ohne Zugang zu ihren Wohnungen verbrachten die beiden die Nacht schließlich auf dem Boden des Gästezimmers des City AM-Digitalchefs. Moloney, unbeeindruckt vom Chaos, erschien am nächsten Tag sogar in fünf Zentimeter hohen Absätzen zur Arbeit – ihre üblichen Schuhe waren ebenfalls im Garderoben-Debakel verschwunden.
Glücklicherweise tauchten die Taschen am nächsten Morgen wieder auf. Die Panne, so ärgerlich sie auch war, blieb ohne langfristige Folgen.
Andernorts löste eine falsche Zahl für Aufsehen in Finanzkreisen aus: Statt des tatsächlichen Werts der Scottish Mortgage-Beteiligung an SpaceX (1,25 Billionen Dollar) war irrtümlich der Gesamtwert des Raumfahrtunternehmens mit dieser Summe angegeben worden. Die Korrektur erfolgte zwar schnell – doch nicht, bevor die Meldung für Schlagzeilen gesorgt hatte.
Im britischen Parlament sorgte unterdessen ein peinlicher Schreibfehler für Heiterkeit. In einer Pressemitteilung zur Labour-Kampagne „Summer of Sex“ wurde der konservative Abgeordnete Andrew Griffith fälschlicherweise als „Shadow Business Sexretary“ (statt Secretary) bezeichnet. Der Fehler wurde zwar umgehend berichtigt – doch nicht, bevor er sich im Netz verbreitet hatte.
Währenddessen reiste Andy Burnham, der Bürgermeister von Greater Manchester, am Dienstag entspannt in der ersten Klasse nach London – scheinbar unberührt vom Chaos, das andere an diesem Tag ereilte.
Am Ende fanden Bloodworth und Moloney ihre verschwundenen Taschen wieder und konnten zu ihrem Alltag zurückkehren. Die falsche Finanzmeldung wurde korrigiert, und der tatsächliche Wert der Scottish Mortgage-Beteiligung an SpaceX wurde klargestellt. Und obwohl der Tippfehler beim „Shadow Business Secretary“ schnell behoben wurde, zeigte er einmal mehr, wie leicht sich kleine Patzer einschleichen können. Für alle Beteiligten blieb es bei einer unangenehmen, aber schnell vergessenen Episode.






