Fürth trauert um Anette Reichstein – eine Lebensbilanz im Dienst der Gemeinschaft
Klaus-Dieter StahrFürth trauert um Anette Reichstein – eine Lebensbilanz im Dienst der Gemeinschaft
Anette Reichstein, langjährige SPD-Stadträtin und engagierte Gemeinschaftsaktivistin in Fürth, ist im Alter von 75 Jahren verstorben. Geboren am 1. Mai 1951, widmete sie ihr Leben dem öffentlichen Dienst, sozialen Anliegen und der Kommunalpolitik. Ein Trauergottesdienst findet am 20. Juni 2026 um 13:00 Uhr in der St.-Martins-Kirche statt.
Reichsteins politische Laufbahn umfasste fast zwei Jahrzehnte. Von 1990 bis 2008 vertrat sie die SPD im Fürther Stadtrat. In dieser Zeit übernahm sie zudem von 2002 bis zu ihrem Ausscheiden 2008 das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Fraktion.
Über die Politik hinaus engagierte sie sich aktiv in der Kirche und der sozialen Fürsorge. Seit 1994 war sie Mitglied des Pfarrgemeinderats von St. Martin und prägte zahlreiche Gemeinschaftsprojekte mit. Zudem gehörte sie zu den Gründungsmitgliedern des Fürther Frauenhauses sowie des Diakonievereins St. Martin – Organisationen, die wichtige Unterstützung für benachteiligte Gruppen leisteten.
Ihr Einsatz für die Jugend war ebenso bemerkenswert. Reichstein wirkte als Jugendschöffin und setzte sich unermüdlich für die Rechte und Chancen junger Menschen ein. Darüber hinaus bekleidete sie verschiedene Positionen in der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und förderte so soziale Gerechtigkeitsinitiativen.
Für ihr Wirken wurde sie im Februar 2020 von der Stadt Fürth mit dem Goldenen Kleeblatt ausgezeichnet. Ihr Tod am 3. Juni 2026 markiert das Ende eines Lebens im Dienst der Gemeinschaft.
Der Trauergottesdienst am 20. Juni wird ihr Erbe in Fürth würdigen. Ihr Engagement in der Kommunalpolitik, der sozialen Arbeit und der Jugendfürsorge hinterlässt bleibende Spuren in der Stadt. Freunde, Kollegen und Bürger werden in der St.-Martins-Kirche zusammenkommen, um Abschied zu nehmen.






