18 June 2026, 18:07

Friseurpreise revolutioniert: Keine Geschlechterunterschiede mehr ab 2025

Friseur erklärt: Warum sich die Preise für Haarschnitte bald ändern

Friseurpreise revolutioniert: Keine Geschlechterunterschiede mehr ab 2025

Eine Reform soll die Preisgestaltung in Friseursalons grundlegend ändern: Künftig wird es keine geschlechtsspezifischen Preise für Haarschnitte mehr geben. Stattdessen richtet sich die Abrechnung nach den tatsächlich erbrachten Leistungen. Der Bundestag hat bereits in erster Lesung über die Novelle beraten, die Preisdiskriminierung verhindern soll.

Nach den neuen Regeln berechnen Friseure ihre Dienstleistungen anhand objektiver Kriterien wie Haarlänge, -dichte, Zeitaufwand und Materialverbrauch. Die Preisliste wird in Kategorien wie „kurzes Haar“, „mittellanges Haar“ oder „langes Haar“ unterteilt, ergänzt um einzelne Leistungskomponenten. Damit zahlen Kunden künftig nur noch für den tatsächlichen Arbeitsaufwand – nicht für ihr Geschlecht.

Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks betont, dass es bei der Änderung um Transparenz und Fairness gehe, nicht um Ideologie. Salons sind verpflichtet, sich an das Antidiskriminierungsrecht zu halten, andernfalls drohen Schadensersatzforderungen. Die Friseur-Innungen raten Betrieben dringend, ihre Preismodelle und Rabattsysteme zeitnah zu überprüfen und anzupassen.

Preiserhöhungen sind zwar nicht ausgeschlossen, doch im Vordergrund steht eine nachvollziehbare und rechtssichere Preisgestaltung. Ziel der Reform ist ein System, in dem jeder Kunde nur für die tatsächlich in Anspruch genommene Leistung zahlt.

Die Novelle hat mit der ersten Bundestagslesung das Gesetzgebungsverfahren eingeleitet. Friseursalons müssen ihre Preise nun an die neuen rechtlichen Vorgaben anpassen. Am Ende soll eine faire, klare und diskriminierungsfreie Abrechnung für alle Kunden stehen.

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