Freiburgs mutige Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt startet mit klarem Signal
Christos SchwitalFreiburgs mutige Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt startet mit klarem Signal
Die Stadt Freiburg hat eine Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt unter dem Motto „Nicht okay. Nicht normal. Nicht deine Schuld“ gestartet. Die Initiative soll Betroffene bestärken, das öffentliche Bewusstsein schärfen und auf die verfügbaren Hilfsangebote aufmerksam machen.
Gewalt gegen Frauen, Kinder, queere und trans Personen bleibt in Freiburg ein alltägliches Problem. Dazu zählen häusliche Gewalt, sexuelle Belästigung, digitale Übergriffe und Angriffe im öffentlichen Raum. Die Kampagne thematisiert diese Formen der Gewalt durch Plakate, Social Media und weitere öffentliche Aktionen.
Oberbürgermeister Martin Horn betonte, das Ziel sei es, Betroffene zu ermutigen, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Maßnahme ist Teil einer umfassenderen Strategie, die gemeinsam mit lokalen Organisationen entwickelt wurde. Simone Thomas, die Frauenbeauftragte der Stadt, wies darauf hin, dass Gewalt viele Gesichter habe – es gehe darum, die Öffentlichkeit zu informieren und zum Handeln zu bewegen.
Die Kampagne orientiert sich an der Istanbul-Konvention, die systematische Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt sowie einen besseren Schutz für Betroffene vorschreibt. Unterstützt wird sie zudem von der Mekriba-Stiftung, die sich für Prävention, Aufklärung und die Unterstützung von Überlebenden einsetzt. Alle Materialien verweisen direkt auf Beratungs- und Hilfsangebote.
Die Initiative lenkt Betroffene zu konkreten Unterstützungsdiensten und zielt darauf ab, die Gesellschaft zu sensibilisieren und die Botschaft zu verstärken, dass geschlechtsspezifische Gewalt inakzeptabel ist. Lokale Behörden und Partner arbeiten weiterhin an langfristigen Lösungen, um das Problem nachhaltig zu bekämpfen.
