11 June 2026, 02:15

Frasers Group bietet 1,7 Milliarden Pfund für Hugo Boss – und will die Luxusmarke übernehmen

Frasers Group macht ein 1,7 Milliarden Pfund-Angebot, um Hugo Boss zu kaufen

Frasers Group bietet 1,7 Milliarden Pfund für Hugo Boss – und will die Luxusmarke übernehmen

Die Frasers Group hat ein Übernahmeangebot für Hugo Boss in Höhe von 1,7 Milliarden Pfund vorgelegt. Das Angebot bewertet jede Aktie mit 38 Euro. Der Schritt stellt einen bedeutenden Meilenstein in den Expansionsplänen des Einzelhändlers dar.

Frasers hat sich über eine Übernahmefinanzierungsvereinbarung mit mehreren Banken eine Kreditlinie gesichert. Diese soll das Angebot finanzieren und die damit verbundenen Kosten decken. Nach den deutschen Übernahmebestimmungen muss das Unternehmen ein Pflichtangebot für alle Aktien abgeben, sobald es einen Anteil von 30 Prozent an Hugo Boss hält.

Hugo Boss verzeichnete im Jahr 2025 starke Finanzkennzahlen: Der Umsatz näherte sich 4,3 Milliarden Euro, das EBITDA lag bei 782 Millionen Euro. Die Bruttovermögenswerte beliefen sich auf 3,7 Milliarden Euro, die Nettovermögenswerte auf knapp 1,6 Milliarden Euro. Frasers betrachtet Hugo Boss als eine der fünf führenden Marken in seinem Portfolio.

Frasers-CEO Michael Murray nahm nicht an den Beratungen des Vorstands über das Angebot teil. Dies lag an seiner Funktion im Aufsichtsrat von Hugo Boss. Die Gruppe betonte ihre Unterstützung für die aktuelle Führung von Hugo Boss, darunter Stephan Sturm und Daniel Grieder.

Die Transaktion soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen. Frasers strebt an, die Übernahme unter den vereinbarten finanziellen und rechtlichen Bedingungen abzuschließen. Das Angebot bleibt an die üblichen Abschlussvoraussetzungen gebunden.

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