24 June 2026, 20:09

FDP-Streit eskaliert nach umstrittenem Junge-Freiheit-Interview eines Spitzenpolitikers

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FDP-Streit eskaliert nach umstrittenem Junge-Freiheit-Interview eines Spitzenpolitikers

In der Freien Demokratischen Partei (FDP) ist eine Debatte entbrannt, ausgelöst durch ein Interview, das ein führendes Parteimitglied der rechtsextremen Zeitschrift Junge Freiheit gegeben hat. Martin Hagen, ein prominenter FDP-Politiker, verteidigte diese Entscheidung – und erntete dafür scharfe Kritik aus den eigenen Reihen. Die Diskussion offenbart tiefe Gräben innerhalb der Partei über den Umgang mit umstrittenen Medien.

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, eine linksliberale Stimme der FDP, verurteilte Hagens Schritt als problematisch. Sie argumentierte, dass solche Gespräche die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) salonfähig machen könnten. Hagen wies diese Vorwürfe zurück und betonte, das Blatt sei weder unseriös noch verfassungsfeindlich.

Auf der Plattform X verteidigte Hagen seine Haltung mehrfach. Er unterstrich die Bedeutung der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Meinungen und beklagte, dass die Gesellschaft – besonders während der Amtszeit Angela Merkels – die Fähigkeit zu sachlichen Debatten verloren habe. Unterstützung erhielt er von Susanne Seehofer, die das Interview als notwendigen Schritt über die politischen Filterblasen hinaus lobte.

Das Magazin Der Spiegel meldete sich zu Wort und behauptete, das Interview verletze eine journalistische Brandmauer. Unterdessen sagte Sabine Döring ihre Teilnahme an einer Podiumsdiskussion der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung ab – als Protest gegen die Wahl des Diskussionsforums. Hagen stellte zudem klar, dass die FDP keine Zusammenarbeit mit der AfD anstrebe; die Partei komme als möglicher Partner nicht infrage.

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Der Streit zeigt die Spannungen innerhalb der FDP beim Umgang mit Medien und politischen Grenzen auf. Während Hagens Verteidigung des Interviews sowohl Zustimmung als auch Ablehnung hervorruft, hält die Partei weiterhin Distanz zur AfD. Die Debatte bleibt kontrovers – und wirft die Frage auf, wie mit rechtsextremen Diskursen umgegangen werden soll.

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