Fatma Deniz übernimmt TU Berlin in der größten Krise ihrer Geschichte
Herlinde JungferFatma Deniz übernimmt TU Berlin in der größten Krise ihrer Geschichte
Fatma Deniz wird am 1. April 2023 neue Präsidentin der Technischen Universität Berlin (TU Berlin). Ihre vierjährige Amtszeit beginnt in einer Phase großer finanzieller und struktureller Herausforderungen für die Hochschule, darunter ein Sanierungsstau von 2,4 Milliarden Euro in den maroden Gebäuden der Universität.
Deniz ist eng mit der TU Berlin verbunden: 2008 promovierte sie dort am Bernstein Center for Computational Neuroscience. Nach ihrem Informatikstudium an der TU München forschte und lehrte sie zeitweise in Kalifornien, bevor sie nach Deutschland zurückkehrte. Seit 2023 ist sie Professorin für Informatik an der TU Berlin und übernahm 2024 das Amt der Vizepräsidentin für Digitalisierung und Nachhaltigkeit.
Die Universität, an der im Oktober 2022 rund 34.000 Studierende eingeschrieben waren, steckt in einer Haushaltskrise. Bis Ende 2028 muss sie ihre Ausgaben dauerhaft um 65 Millionen Euro kürzen – das entspricht 15 Prozent des Gesamtbudgets. Viele Gebäude sind in schlechtem Zustand, dringend notwendige Reparaturen wurden jahrelang verschoben.
Deniz hat angekündigt, dass sie interne Führungsaufgaben priorisieren werde, statt sich öffentlich politisch zu äußern. Um den Sanierungsstau zu bewältigen, will sie das Fachwissen der eigenen Universität nutzen, um dringende Instandhaltungsarbeiten zu beschleunigen.
Angesichts des 2,4-Milliarden-Sanierungsstaus und der bevorstehenden Zwangssparmaßnahmen wird Deniz' Präsidentschaft darauf abzielen, die Infrastruktur und Finanzen der TU Berlin zu stabilisieren. Ihr Ansatz setzt darauf, die vorhandenen Ressourcen der Hochschule zu mobilisieren, um die seit Langem verschleppten Instandhaltungsprobleme zu lösen.






