F126-Fregatten kosten 8 Milliarden mehr – Bundeswehr setzt auf Freiwillige statt Wehrpflicht
Herlinde JungferF126-Fregatten kosten 8 Milliarden mehr – Bundeswehr setzt auf Freiwillige statt Wehrpflicht
Deutschlands F126-Fregattenprojekt verzeichnet drastische Kostensteigerung auf über 18 Milliarden Euro – ein Plus von 8 Milliarden
Verteidigungsminister Boris Pistorius hat sich zu den wachsenden Sorgen über die Personalgewinnung der Bundeswehr und die Zusammenarbeit mit der Rüstungsindustrie geäußert – angesichts dieser enormen finanziellen Belastungen. Die Ampelkoalition schließt eine Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht trotz des aktuellen Personalmangels jedoch kategorisch aus. Fehlende Ausbilder und unzureichende Infrastruktur machen eine flächendeckende Wehrpflicht schlicht undurchführbar. Auch künftig soll die Bundeswehr auf freiwillige Rekrutierung setzen.
Pistorius betonte, dass eine bedarfsgerechte selektive Musterung derzeit nicht zur Debatte stehe. Allerdings einigte sich die Koalition darauf, dass korrigierende Maßnahmen nötig werden könnten, falls künftig mehr Stellen als qualifizierte Bewerber zur Verfügung stehen. Die Truppe wird ausgebaut, und die Regierung beobachtet die Entwicklungen genau.
Um die Verteidigungsfähigkeiten zu stärken, schlug der Minister vor, das Know-how der Automobilindustrie für die Rüstungsbranche nutzbar zu machen. Zudem wurde ein Runden Tisch ins Leben gerufen, um Lieferketten abzusichern und Engpässe zu vermeiden. Militärische Überlegenheit, so Pistorius, hänge heute sowohl von modernster Technologie als auch vom großflächigen und kosteneffizienten Einsatz von Drohnen ab.
Das Budget für das F126-Projekt ist mittlerweile auf 18 Milliarden Euro angewachsen. Die Bundesregierung setzt weiterhin auf freiwillige Rekrutierung und Industriepartnerschaften, um aktuelle und künftige Sicherheitsbedürfnisse zu decken. Kurzfristige Änderungen an der Wehrpflicht gibt es vorerst nicht.
