02 May 2026, 06:14

Ex-Diplomaten warnen vor Trumps Politik und fordern demokratische Wende in den USA

Karte, die die Erweiterung der NATO von 1949 bis heute zeigt, wobei die Regionen farblich nach dem Jahr der Mitgliedschaft unterteilt sind.

Ex-Diplomaten warnen vor Trumps Politik und fordern demokratische Wende in den USA

Zwei ehemalige Berater und Diplomaten, Christoph Heusgen und Philip Murphy, haben eine stärkere demokratische Prägung in der US-Politik gefordert, um der Außenpolitik von Präsident Donald Trump entgegenzuwirken. Ihre Warnungen unterstreichen die Sorgen über Trumps Haltung gegenüber Europa, der NATO und der Gewaltenteilung innerhalb der US-Regierung.

Heusgen und Murphy kritisierten Trump dafür, Europa eher als Gegner denn als Verbündeten zu behandeln. Zudem stellten sie seine Bindung an die NATO infrage und argumentierten, seine Politik schwäche die transatlantischen Beziehungen. Ihre Bedenken erstrecken sich auch auf die innere Staatsführung: Trump untergrabe demnach die Gewaltenteilung, indem er die Justiz unter Druck setze und den Kongress ausgrenze.

Das Duo zeigte sich zuversichtlich, dass die Demokraten bei den Midterm-Wahlen 2022 die Mehrheit im Repräsentantenhaus zurückgewinnen könnten – mit einer möglichen Übernahme des Senats. Langfristig erhoffen sie sich von einem demokratischen Präsidenten ab 2028 mehr Stabilität, eine erneuerte transatlantische Partnerschaft und fairere Handelsbeziehungen mit der EU.

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Über die US-Politik hinaus schlagen sie vor, dass Deutschland – mit Unterstützung der USA – einen halbpermanenten Sitz im UN-Sicherheitsrat anstreben sollte. Ihre Begründung: Beide Länder profitierten am meisten, wenn sie das Völkerrecht achten, statt einseitig zu handeln.

Die Forderungen von Heusgen und Murphy spiegeln die weitverbreiteten Ängste vor Trumps Führung und deren Folgen für globale Partnerschaften wider. Ihre Lösungsvorschläge – demokratische Wahlsiege, eine gestärkte NATO und eine aktivere deutsche Rolle in den Vereinten Nationen – zielen darauf ab, die transatlantische Zusammenarbeit in den kommenden Jahren neu zu gestalten.

Quelle