EVO schließt Pelletwerk in Offenbach bis 2026 wegen unwirtschaftlicher Produktion
Herlinde JungferEVO schließt Pelletwerk in Offenbach bis 2026 wegen unwirtschaftlicher Produktion
Die Energieversorgung Offenbach AG (EVO) wird ihr Pelletwerk bis Ende 2026 schließen. Die Entscheidung folgt auf steigende Kosten und veränderte Marktbedingungen. Von der Stilllegung betroffen sind 17 Mitarbeiter am Standort.
Schon seit einiger Zeit kämpft das Unternehmen mit stark gestiegenen Ausgaben für Rohstoffe und Logistik. Die Verkaufspreise für Pellets blieben zu niedrig, um die Weiterführung der Produktion wirtschaftlich zu rechtfertigen. Zudem ist das Werk auf extern bezogenes Sägemehl angewiesen, das nach Offenbach transportiert werden muss – was die Kosten zusätzlich in die Höhe treibt.
EVO prüfte verschiedene Optionen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, fand jedoch keine tragfähige wirtschaftliche Lösung. Auch die Entwicklungen im Wärmemarkt trugen zur Entscheidung bei: Immer mehr Wärme wird mittlerweile über Wärmepumpen elektrisch erzeugt, was die Nachfrage nach Pellets weiter sinken ließ. Die Schließung soll die Neunutzung des Geländes ermöglichen, das potenziell neue Gewerbe- und Industrieansiedlungen anziehen könnte.
Das Unternehmen sicherte zu, die betroffenen Beschäftigten zu unterstützen – etwa durch interne Versetzungen und individuelle Berufsberatung. Der Abriss der Anlage ist für 2027 geplant.
Von der Schließung betroffen sind 17 der rund 690 EVO-Mitarbeiter. In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen über 40 neue Arbeitsplätze geschaffen, vor allem im Netzbetrieb. Die Neugestaltung des Standorts könnte zudem weitere wirtschaftliche Impulse für die Region bringen.






