17 April 2026, 16:27

Erste Rollstuhl-Nachrichtensprecherin bricht Barrieren beim Bayerischen Rundfunk

Erste deutsche TV-Moderatorin im Rollstuhl

Erste Rollstuhl-Nachrichtensprecherin bricht Barrieren beim Bayerischen Rundfunk

Mirjam Kottmann hat Geschichte geschrieben: Sie ist die erste Nachrichtensprecherin im deutschen Fernsehen, die im Rollstuhl sitzt. Die erfahrene Journalistin wechselte am 12. Februar zum Bayerischen Rundfunk (BR) und übernahm dort eine bahnbrechende Rolle bei BR24. Künftig wird sie die täglichen Nachrichtensendungen um 16:00 Uhr und 18:30 Uhr präsentieren.

Kottmanns Karriere beim BR begann bereits 1997, als sie für die Rundschau arbeitete, den Vorgänger von BR24. Im Laufe der Jahre war sie für die ARD-Auslandsstudios in Rom und Wien tätig, wo sie Magazinbeiträge und Fernsehberichte produzierte. Zuletzt moderierte sie die Radiosendung Leben mit Behinderung und setzte sich für eine bessere Repräsentation in den Medien ein.

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2023 schrieb der BR eine Stelle als BR24-Nachrichtensprecherin aus. Kottmann bewarb sich, absolvierte im Herbst desselben Jahres eine erfolgreiche Probezeit und überzeugte sowohl Kollegen als auch Zuschauer durch ihre Professionalität und ihre Präsenz vor der Kamera. Ihre Ernennung markiert einen wichtigen Schritt für mehr Vielfalt im deutschen Fernsehen.

Kottmann, die an Multipler Sklerose erkrankt ist und auf einen Rollstuhl angewiesen ist, engagiert sich seit Langem für mehr Inklusion. Neben ihrer journalistischen Arbeit ist sie zu einer prominenten Vorbildfigur für Menschen mit körperlichen Behinderungen geworden. Ihre neue Position bei BR24 unterstreicht ihr Engagement, die Wahrnehmung in der Medienbranche zu verändern.

Ihr Debüt als Nachrichtensprecherin setzt neue Maßstäbe im deutschen Fernsehen. Regelmäßig wird sie bei BR24 zu sehen sein und ihre Erfahrung sowie ihre Perspektive in die täglichen Sendungen einbringen. Der Schritt spiegelt die anhaltenden Bemühungen wider, die Medien vielfältiger und repräsentativer für die Gesellschaft zu gestalten.

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