Erfurt und Ex-Mitarbeiter Guy Montavon nähern sich einem Vergleich im Kündigungsstreit
Herlinde JungferErfurt und Ex-Mitarbeiter Guy Montavon nähern sich einem Vergleich im Kündigungsstreit
In dem langjährigen Rechtsstreit zwischen der Stadt Erfurt und ihrem ehemaligen Mitarbeiter Guy Montavon zeichnet sich eine mögliche außergerichtliche Einigung ab. Seit den Schlichtungsgesprächen Mitte März haben die Verhandlungen Fortschritte gemacht, auch wenn noch keine endgültige Vereinbarung zustande gekommen ist. Im Mittelpunkt des Konflikts steht Montavons Entlassung vor über zwei Jahren, die die Stadt zunächst mit Vorwürfen wegen Machtmissbrauchs und sexueller Fehlverhalten begründete.
Montavon war Anfang 2022 fristlos entlassen worden. Später änderte die Stadt ihre Begründung und nannte finanzielle Vergehen als Hauptgrund für die Kündigung. Seitdem wird der Fall vor dem Erfurter Arbeitsgericht verhandelt, wobei die Verhandlungen im September fortgesetzt werden sollen, falls keine Einigung erzielt wird.
Beide Seiten haben inzwischen eine Vergleichssumme im mittleren sechsstelligen Bereich erörtert. Der Großteil dieser Summe würde ausstehende Lohnzahlungen für die Zeit nach seiner Entlassung abdecken, ein kleinerer Teil wäre als Abfindung vorgesehen. Laut den vorgeschlagenen Bedingungen würde Montavon im Gegenzug seine Klage auf Wiedereinsetzung zurückziehen.
Die Verhandlungen gerieten kürzlich ins Stocken, als Montavon nach einer scheinbar fast erreichten Einigung eine zusätzliche Forderung stellte. Falls die noch offenen Punkte geklärt werden können, könnte die Vereinbarung bereits im Mai formal beschlossen werden.
Der vorgeschlagene Vergleich würde einen seit mehr als zwei Jahren schwelenden Streit beenden. Bei Annahme würde Montavon rückständigen Lohn und eine Abfindung erhalten, im Austausch für den Rückzug seiner rechtlichen Ansprüche. Die Stadt könnte so weitere Gerichtsverfahren vermeiden, die für September angesetzt waren.






