06 May 2026, 12:15

Enso übernimmt Tegut-Filialen und stärkt ländliche Supermarkt-Versorgung

Ein Supermarktgang mit verschiedenen Lebensmitteln.

Enso übernimmt Tegut-Filialen und stärkt ländliche Supermarkt-Versorgung

Enso übernimmt Dutzende Tegut-Supermärkte in Deutschland – vorbehaltlich der kartellrechtlichen Genehmigung

Die Übernahme folgt auf den Beschluss der Migros, sich vom deutschen Markt zurückzuziehen und ihre Tegut-Kette zu veräußern. Enso konzentriert sich dabei auf kleinere, ländliche Filialen, die von größeren Handelsketten oft vernachlässigt werden.

Erst kürzlich hatte Migros angekündigt, Deutschland zu verlassen und die Tegut-Märkte zum Verkauf anzubieten. Enso reagierte schnell und zeigte Interesse an bis zu 36 Standorten – vor allem in ländlichen Regionen, wo es kaum Alternativen gibt. Anders als große Ketten wie Edeka, Rewe oder Aldi spezialisiert sich Enso auf kleinere Läden, die Gemeinden mit eingeschränktem Zugang zu Lebensmitteln versorgen.

Das Unternehmen setzt mit seinem Konzept „Tante Enso“ auf eine Mischung aus traditionellem Tante-Emma-Laden und modernem Einzelhandel. Bundesweit gibt es bereits fast 90 dieser Filialen, oft in Gebieten, in denen der nächste Supermarkt mindestens fünf Kilometer entfernt liegt. Im Ortsteil Schweskau der Gemeinde Lemgow eröffnete beispielsweise eine „Tante Enso“-Filiale, nachdem Edeka seinen Standort dort geschlossen hatte. Der Laden führt regionale Produkte, darunter Eier und Kartoffeln, die vom stellvertretenden Bürgermeister geliefert werden.

Doch die Läden sind mehr als nur Einkaufsstätten – sie entwickeln sich zu sozialen Treffpunkten. Anwohner treffen sich vor den Geschäften, und regelmäßig finden vor Ort Gemeinschaftsveranstaltungen statt. Ensos Ansatz zielt darauf ab, die Lücken zu schließen, die große Handelsketten hinterlassen, ohne dabei den Fokus auf lokale Bedürfnisse zu verlieren.

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Die Übernahme der Tegut-Standorte würde Ensos Präsenz in unterversorgten ländlichen Regionen weiter ausbauen. Sollten die Kartellbehörden zustimmen, würde das Unternehmen Dutzende Filialen zu seinem Netzwerk hinzufügen. Ensos Modell setzt dabei auf Erreichbarkeit und Gemeinschaftsbindung statt auf flächendeckende Expansion.

Quelle