Elterngeld-Kürzungen drohen: Warum Familien jetzt alarmiert sind
Klaus-Dieter StahrElterngeld-Kürzungen drohen: Warum Familien jetzt alarmiert sind
Elterngeld in Deutschland: Massive Kürzungen drohen – Kritik von allen Seiten
Die deutschen Elterngeldleistungen könnten vor drastischen Kürzungen stehen, da die Regierung ihre Ausgaben reduzieren will. Medienberichten zufolge plant Familienministerin Karin Prien (CDU), rund 350 Millionen Euro aus dem Programm zu streichen. Der Vorstoß hat bereits scharfe Kritik von Politiker:innen und Familienverbänden ausgelöst.
Auslöser der Debatte waren Gerüchte über geplante Sparmaßnahmen im Familienministerium. Die ehemalige Ministerin Franziska Giffey (SPD) warnte, Kürzungen beim Elterngeld würden die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erschweren. Die Leistungen seien ein zentrales Instrument, um Eltern den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern.
Dass 74 Prozent der Elterngeldbezieher:innen in Deutschland Frauen sind, verschärft die Bedenken: Kritiker:innen befürchten, dass die Kürzungen vor allem Mütter treffen und die geschlechtsspezifische Ungleichheit auf dem Arbeitsmarkt weiter verschärfen würden.
Auch Wolfgang Kubicki, designierter Vorsitzender der FDP, lehnte die Pläne ab. Britta Altenkamp, Leiterin des Zukunftsforums Familie (ZFF), nannte die Diskussion ein „verheerendes Signal“ für Familien. Ihre Äußerungen fallen in eine Zeit, in der Deutschlands Geburtenrate auf den niedrigsten Stand seit 1946 gesunken ist.
Die geplanten Kürzungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Unterstützung für Familien ohnehin unter Druck steht. Angesichts rückläufiger Geburtenzahlen und des hohen Frauenanteils unter den Elterngeldbezieher:innen könnten Einschnitte weitreichende Folgen haben. Noch hat die Regierung das genaue Ausmaß der Sparmaßnahmen nicht bestätigt.






