26 March 2026, 12:13

Ehegattensplitting 2026: Warum ungleiche Gehälter Paare steuerlich begünstigen

Balkendiagramm, das den Einkommensanteil nach Übertragungen und Bundessteuern von 1979 bis 2007 auf einem blauen Hintergrund zeigt.

Ehegattensplitting 2026: Warum ungleiche Gehälter Paare steuerlich begünstigen

Steuervorteile für Ehepaare: Auch 2026 bleibt das Ehegattensplitting attraktiv

In Deutschland werden verheiratete Paare auch 2026 weiterhin steuerlich begünstigt. Der Grundfreibetrag steigt in diesem Jahr auf 12.348 Euro pro Person. Paare, die gemeinsam veranlagt werden, können durch das Ehegattensplitting ihre Steuerlast senken – besonders dann, wenn ein Partner deutlich mehr verdient als der andere.

Beim Ehegattensplitting werden die gemeinsamen Einkünfte addiert und anschließend hälftig aufgeteilt, um die Steuer zu berechnen. Dank des progressiven Steuersystems wird jede Hälfte niedriger besteuert, als wenn der besser verdienende Partner allein veranlagt würde. Nach dieser Berechnung wird der Steuerbetrag verdoppelt, um die endgültige Steuerlast des Paares zu ermitteln.

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Die Ersparnis hängt davon ab, wie viel jeder Partner verdient. Bei gleichem Einkommen bringt die gemeinsame Veranlagung keinen Vorteil. Je größer jedoch das Gefälle zwischen den Gehältern ist, desto höher fällt die Steuerersparnis aus. Ein Beispiel: Ein Paar mit einem Gesamteinkommen von 60.000 Euro spart nichts, wenn beide je 30.000 Euro verdienen. Verdient jedoch einer 50.000 Euro und der andere 10.000 Euro, beträgt die Ersparnis durch die gemeinsame Veranlagung 2.085 Euro. Am höchsten ist die Ersparnis – nämlich 5.799 Euro – wenn ein Partner die vollen 60.000 Euro verdient und der andere kein Einkommen hat.

Zudem profitieren verheiratete Paare von einem doppelten Grundfreibetrag, selbst wenn eine Person kaum oder gar nichts verdient. Dadurch wird weniger vom gemeinsamen Einkommen mit höheren Steuersätzen belastet.

Das System begünstigt also Paare mit ungleichen Einkommen, während es bei gleichem Verdienst keinen Vorteil bringt. 2026 steigt zwar der Grundfreibetrag, doch das Prinzip bleibt: Je größer die Differenz zwischen den Gehältern, desto höher die Steuerersparnis durch die gemeinsame Veranlagung. Berechnungen von Finanztip zeigen, dass die Ersparnis mit steigendem Gesamteinkommen und wachsender Gehaltskluft zunimmt.

Quelle