DFB-Präsident Neuendorf betont sportlichen Fokus vor politischer WM-Debatte
Christos SchwitalDFB-Präsident Neuendorf betont sportlichen Fokus vor politischer WM-Debatte
DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat die zurückhaltende Haltung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in politischen Fragen im Zusammenhang mit der bevorstehenden FIFA-Weltmeisterschaft bekräftigt. Das Turnier wird in Mexiko, Kanada und den USA ausgetragen. Neuendorf betonte, dass der Fußball im Mittelpunkt der Arbeit des DFB stehe.
Der DFB-Präsident räumte ein, dass der Sport nicht losgelöst von der Gesellschaft existiere. Zwar könne man politische Realitäten nicht ignorieren, doch müsse der Fokus auf dem Spiel selbst liegen, so Neuendorf. Er unterstrich, dass der Fußball für Zusammenhalt und nicht für Spaltung stehe – Hass, Ausgrenzung, Rassismus und Antisemitismus hätten im Fußball keinen Platz.
Neuendorf argumentierte, der DFB tue gut daran, sich in unruhigen Zeiten nicht zu jeder politischen Entwicklung oder Äußerung zu positionieren. Dennoch stehe die Organisation in engem Austausch mit dem Auswärtigen Amt und anderen Behörden, um die Rahmenbedingungen für die Weltmeisterschaft im Blick zu behalten.
Darüber hinaus bekräftigte der DFB-Präsident das Bekenntnis des Verbandes zu seinen Grundwerten: Freiheit, Demokratie, Respekt, Toleranz, Vielfalt und Inklusion. Der DFB werde weiterhin an diesen Prinzipien festhalten, ohne dabei den Fußball als zentrale Aufgabe aus den Augen zu verlieren. Gleichzeitig bleibe man mit den zuständigen Stellen im Dialog, um die Lage vor der WM klar zu bewerten. Politische Debatten, so Neuendorf, dürften die sportliche Hauptrolle nicht in den Hintergrund drängen.






