Deutschland und USA einig: Iran muss Atomprogramm stoppen und Straße von Hormus freigeben
Herlinde JungferDeutschland und USA einig: Iran muss Atomprogramm stoppen und Straße von Hormus freigeben
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat direkte Gespräche mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghchi geführt. In einem Telefonat ging es um die eskalierenden Spannungen im Zusammenhang mit Irans Atomprogramm und der Sperrung einer wichtigen Schifffahrtsroute.
Wadephuls Äußerungen deuteten zudem auf eine engere Abstimmung zwischen Deutschland und den USA in dieser Frage hin. Während des Gesprächs betonte Wadephul, dass Deutschland und die Vereinigten Staaten dieselben Ziele verfolgten. Beide Länder wollen verhindern, dass der Iran Atomwaffen entwickelt. Zudem setzen sie sich für die umgehende Wiedereröffnung der Straße von Hormus ein, einer lebenswichtigen Passage für den globalen Öltransport.
Der deutsche Minister machte Araghchi unmissverständlich klar, dass der Iran seine nuklearen Ambitionen vollständig und nachprüfbar aufgeben müsse. Gleichzeitig forderte er die sofortige Freigabe der Straße von Hormus.
Wadephul wiederholte die deutsche Position, dass Verhandlungen nach wie vor der beste Weg seien, um die Krise beizulegen. Seine Aussagen fallen in eine Phase, in der die diplomatischen Beziehungen zwischen Berlin und Washington aufgrund anderer Themen belastet sind.
Die gemeinsame Haltung im Iran-Konflikt bringt die beiden Verbündeten nun in der Außenpolitik wieder näher zusammen. Das Telefonat zwischen Wadephul und Araghchi unterstreicht Deutschlands Bemühungen um eine diplomatische Lösung. Der Iran wurde aufgefordert, den Forderungen nach nuklearer Abrüstung und freiem Seeweg nachzukommen. Die Ergebnisse dieser Gespräche könnten die künftigen Beziehungen zwischen dem Iran und den westlichen Mächten prägen.






