Deutscher Fahrzeugmarkt 2024: Gebrauchtwagen boomen, E-Autos verlieren an Fahrt
Klaus-Dieter StahrDeutscher Fahrzeugmarkt 2024: Gebrauchtwagen boomen, E-Autos verlieren an Fahrt
Deutschlands Fahrzeugmarkt zeigte 2024 gemischte Trends: Während die meisten Segmente trotz wirtschaftlicher Herausforderungen wuchsen, gab es auch Rückgänge. Insgesamt wechselten 7,6 Millionen Kraftfahrzeuge den Besitzer – ein leichter Anstieg von 1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Doch nicht alle Kategorien folgten diesem Aufwärtstrend: Busse verzeichneten einen Rückgang, und der Marktanteil neu zugelassener Elektrofahrzeuge brach deutlich ein.
Im gesamten Jahr 2024 blieb der Gebrauchtwagenmarkt eine stabile Säule der deutschen Automobilbranche. Trotz übergreifender wirtschaftlicher Belastungen wurden bundesweit 7.600.745 Fahrzeuge umgemeldet – ein bescheidener Anstieg von 1 Prozent gegenüber 2023. Allein im Dezember gab es 485.953 Halterwechsel, was einem Plus von 8,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht.
Die meisten Fahrzeugkategorien verzeichneten Zuwächse, angeführt von Anhängern. Insgesamt wechselten 438.185 Anhänger den Besitzer, 3,2 Prozent mehr als 2023. Doch Busse bildeten eine Ausnahme: Hier sank die Zahl der Halterwechsel um 2,7 Prozent.
Der Elektrofahrzeugmarkt erlitt 2024 einen Rückschlag. Rein elektrisch betriebene Pkw (BEV) machten nur noch 13,5 Prozent der Neuzulassungen aus – nach 18,4 Prozent im Vorjahr. Zwar wurden in Deutschland rund 381.000 neue BEV zugelassen, fast genauso viele wie im Vereinigten Königreich (382.000), doch ihr Marktanteil ging spürbar zurück.
Bis November 2024 lag der Gesamtfahrzeugmarkt leicht hinter dem Vorjahresniveau, mit einem Minus von 0,1 Prozent. Der Rückgang bei Bussen und dem BEV-Marktanteil stand im Kontrast zur allgemeinen Stabilität bei Gebrauchtfahrzeugtransaktionen.
Die Daten zeichnen ein gespaltenes Bild des deutschen Automobilsektors 2024: Während Gebrauchtwagenumsätze und Anhängerverkäufe stiegen, verloren Busse und Elektroautos an Boden. Der leichte Gesamtrückgang unterstreicht die anhaltenden Verschiebungen im Verbraucher- und Branchenverhalten.






