Cyberangriffe auf Elektroautos: Warum die Gefahr trotz Fortschritten bleibt
Klaus-Dieter StahrCyberangriffe auf Elektroautos: Warum die Gefahr trotz Fortschritten bleibt
Elektroautos bleiben trotz besserer Sicherheitsvorkehrungen anfällig für Cyberangriffe, warnt ein neuer Bericht. Experten weisen darauf hin, dass Hacker Software-Schwachstellen ausnutzen könnten, um Akkus zu entladen oder sogar ganze Modellreihen lahmzulegen. Dennoch sind seit 2018 keine erfolgreichen großflächigen Angriffe auf Elektrofahrzeuge dokumentiert worden.
Forscher fanden heraus, dass Sicherheitslücken in Programmierschnittstellen (APIs) Angreifern die Fernsteuerung von Fahrzeugfunktionen ermöglichen könnten. In einigen Fällen reichten schwache Authentifizierungsmechanismen oder die alleinige Abhängigkeit von der Fahrzeug-Identifikationsnummer (FIN) aus, um unbefugten Zugriff zu gewähren. Ein Angreifer könnte etwa die Heizung tausendfach auf maximale Leistung schalten und so die Batterien komplett entladen.
In den letzten 15 Jahren hat sich die IT-Sicherheit vernetzter Fahrzeuge deutlich verbessert. Klare Standards und Vorschriften regeln nun, wie Hersteller ihre Systeme schützen. Vernetzte Funktionen wie Fahrassistenzsysteme haben zudem durch die Reduzierung von Unfallrisiken die Verkehrssicherheit erhöht.
Doch das Risiko von Cyberangriffen wächst schneller als die Unfallzahlen sinken. Der Sicherheitsexperte Christoph Krauss warnte, dass Kriminelle über Softwareschnittstellen in die IT-Systeme von Autos eindringen könnten. Die Branche reagiert mit Wissensaustausch zwischen Herstellern, um verbleibende Schwachstellen zu bekämpfen.
Obwohl seit 2018 keine realen Angriffe auf Elektroautos über API-Lücken bestätigt wurden, besteht die Gefahr weiter. Die Hersteller verstärken zwar die Abwehrmaßnahmen, doch betonen Experten, dass eine kontinuierliche Zusammenarbeit unverzichtbar ist. Die Balance zwischen Vernetzung und Sicherheit bleibt eine der zentralen Herausforderungen für die Automobilindustrie.






