24 March 2026, 22:12

CDU-Politikerin warnt vor Risiken durch Kinderfotos in Schulen und Kitas

Schwarzes und weißes Foto einer Gruppe von Kindern, die vor einer Wand mit einem Vorhang posieren, mit Text unten, der "1930er-Kinderschule" lautet.

CDU-Politikerin warnt vor Risiken durch Kinderfotos in Schulen und Kitas

Eine CDU-Abgeordnete aus Niedersachsen hat Bedenken hinsichtlich der Risiken geäußert, die mit der Online-Veröffentlichung von Fotos von Kindern durch Schulen und Kitas verbunden sind. Laura Hopmann warnt, dass solche Bilder junge Menschen potenziellen Tätern aussetzen und ihre Entwicklung beeinträchtigen könnten. Sie fordert die Landesregierung nun auf, stärkeren Schutz für ihre Privatsphäre zu gewährleisten.

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Hopmann hat kürzlich eine Kleine Anfrage im Landtag eingereicht, um zu klären, wie Bildungseinrichtungen mit Fotos von Kindern umgehen. Sie kritisiert, dass die aktuellen Praktiken stark variieren und viele Profile trotz offizieller Empfehlungen weiterhin erkennbare Aufnahmen zeigen. Das Kultusministerium betont zwar, dass solche Fotos "zunehmend seltener" veröffentlicht würden, räumt aber ein, dass Institutionen sorgfältig abwägen müssten, ob eine Veröffentlichung wirklich notwendig sei.

Die Idee, echte Fotos durch KI-generierte Alternativen zu ersetzen, lehnt Hopmann ab – mit dem Hinweis, dass KI-Systeme für ihr Training auf reale Bilder angewiesen seien. Stattdessen schlägt sie vor, dass Schulen und Kitas ihre Arbeit und Projekte präsentieren sollten, ohne dabei die Gesichter von Kindern zu zeigen. Ihre Sorgen gelten auch dem möglichen Missbrauch, etwa durch KI-gestützte Bildmanipulationen, die junge Menschen zusätzlich gefährden könnten.

Öffentliche Daten dazu, wie viele Einrichtungen in Niedersachsen in den vergangenen zwei Jahren sichtbar erkennbare Fotos von Kindern veröffentlicht haben, liegen derzeit nicht vor. Hopmann besteht darauf, dass eine einheitliche Strategie für das gesamte Bundesland erforderlich sei, um allen Kindern einen konsistenten Schutz zu bieten.

Die Warnungen der Politikerin unterstreichen die anhaltenden Risiken für die Online-Privatsphäre von Kindern. Ohne strengere Regeln könnten Schulen und Kitas junge Menschen weiterhin unnötigen Gefahren aussetzen. Die Landesregierung hat bisher noch keine offizielle Stellungnahme zu ihrem Appell für einen einheitlichen Ansatz abgegeben.

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