06 May 2026, 12:15

CDU Niedersachsen: Sexuell explizites Video löst interne Krise und Suspendierungen aus

Schwarze und weiße Karte von Ober- und Niedersachsen, die geographische Merkmale wie Flüsse, Berge und Städte zeigt, mit zusätzlichen Textanmerkungen.

CDU Niedersachsen: Sexuell explizites Video löst interne Krise und Suspendierungen aus

CDU-Landesfraktion in Niedersachsen in innerparteilicher Krise nach Verbreitung eines sexuell expliziten Videos in WhatsApp-Gruppe

Die CDU-Landesfraktion in Niedersachsen steckt in internen Turbulenzen, nachdem in einer privaten WhatsApp-Gruppe ein sexuell explizites Video kursierte. Der Vorfall führte zu offiziellen Rügen, Suspendierungen und einer externen Untersuchung, um Bedenken hinsichtlich der Arbeitskultur zu klären.

Als Folge der Affäre fehlen der Fraktion mittlerweile zwei Mitarbeiter. Auslöser war ein Video, das als entwürdigend und frauenfeindlich beschrieben wurde.

Der Skandal nahm seinen Lauf, als in der WhatsApp-Gruppe MitGLIEDER ein möglicherweise mit KI erstelltes Deepfake-Video geteilt wurde. Das Profilbild der Gruppe zeigte einen Elefanten mit erigiertem Penis; zwei Drittel der männlichen Fraktionsmitarbeiter waren Mitglieder dieser Gruppe.

Das Video zeigte eine junge Mitarbeiterin in Bikini, die sich in einer Weise tanzend bewegte, die später als Simulation von Oralverkehr gedeutet wurde. Fraktionschef Sebastian Lechner verurteilte die Aufnahmen als „unertragbar, frauenfeindlich und entwürdigend“.

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Die Betroffene erfuhr erst drei Monate nach der Verbreitung von dem Video, woraufhin Krisensitzungen einberufen wurden. Der damalige Fraktionsgeschäftsführer, Adrian Mohr, soll die Löschung des Videos angeordnet und dem Ersteller eine offizielle Rüge erteilt haben. Carina Herrmann, eine weitere Führungskraft, war laut Berichten über den Vorfall informiert. Mohr wurde später suspendiert.

Die Staatsanwaltschaft sah zwar keine Hinweise auf sexuelle Belästigung oder Verleumdung, identifizierte aber einen möglichen Verstoß gegen das Urheberrecht. Die CDU reagierte mit der Ernennung von Barbara Otte-Kinast zur Ombudsfrau und der Beauftragung externer Mediatoren, um das Arbeitsklima zu verbessern.

Ein Monat nach der ersten Pressemitteilung wurde der Fall offiziell für abgeschlossen erklärt; weitere arbeitsrechtliche Konflikte blieben aus.

Die CDU-Fraktion im Landtag kommt seitdem mit zwei Mitarbeitern weniger aus. Externe Mediation und eine Ombudsfrau sollen nun die Arbeitskultur nachhaltig verbessern. Zwar wurde der Vorfall für beendet erklärt, doch die langfristigen Auswirkungen auf die internen Strukturen bleiben abzuwarten.

Quelle