Brandenburgs Schulen stehen vor dem Kollaps: Rekord-Schülerzahlen und massiver Lehrermangel
Luka BoucseinBrandenburgs Schulen stehen vor dem Kollaps: Rekord-Schülerzahlen und massiver Lehrermangel
Brandenburg kämpft mit dem schwersten Lehrkräftemangel seiner Geschichte – ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem die Schülerzahlen Rekordhöhen erreichen. Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) räumte ein, dass Haushaltskürzungen die Lage weiter verschärft haben und die Schulen im kommenden Jahr massiv unterbesetzt sein werden.
Das aktuelle Schuljahr begann bereits mit zu wenig Lehrpersonal in Brandenburg. Doch die Herausforderungen werden noch größer: Im nächsten Jahr erwartet das Land die höchsten Schülerzahlen seiner Geschichte – verbunden mit der bis dahin schwersten Personalnot. Hoffmann, der das Bildungsressort nach drei Jahrzehnten SPD-Führung übernommen hat, warnte, dass ein vollständiger Lehrplan nicht mehr überall garantiert werden könne.
Die Haushaltskürzungen haben die Krise vertieft: Der Plan für 2025 sieht den Abbau von 345 Vollzeitstellen vor – was bei Lehrkräften auf massive Proteste stößt. Seit der zweiten Jahreshälfte müssen Lehrer bereits eine zusätzliche Unterrichtsstunde pro Woche übernehmen.
Hoffmann, der für die CDU im Amt ist, hat Reformen angekündigt, um die Grundkompetenzen in Lesen und Mathematik zu stärken. Doch mit weniger Lehrkräften und mehr Schülern steht das Schulsystem unter wachsendem Druck. Der Mangel führt dazu, dass Brandenburg nicht sicherstellen kann, dass im nächsten Jahr alle Pflichtfächer unterrichtet werden. Während die Lehrkräfte weiter gegen die Kürzungen protestieren, bereiten sich die Schulen auf größere Klassen und ausgedünnte Ressourcen vor. Hoffmanns Reformen müssen nun sowohl die Personalengpässe als auch die steigenden Schülerzahlen bewältigen.






