13 March 2026, 16:34

Berliner Staatsoper präsentiert Spielplan 2026/27 mit sechs Neuproduktionen und seltenen Werken

Ein Vintage-Plakat, das die Oper "Wien, du Stadt Meiner Träume" von Rudolf Sieczynski ankündigt, mit einem Stadtbild-Hintergrund und beschreibendem Text.

Was die Staatsoper für die nächste Saison geplant hat - Berliner Staatsoper präsentiert Spielplan 2026/27 mit sechs Neuproduktionen und seltenen Werken

Die Berliner Staatsoper Unter den Linden hat ihr Spielplan für die Saison 2026/27 vorgestellt, der sechs Neuproduktionen umfasst. Das Programm vereint selten aufgeführte Werke mit klassischen Favoriten – darunter auch einen persönlichen Wunsch des Dirigenten Christian Thielemann. Aktuelle Äußerungen des Schauspielers Timothée Chalamet über die Oper haben der Kunstform zusätzlich Aufmerksamkeit beschert.

Die Saison beginnt Ende September mit Gaspare Spontinis Die Vestalin, einer großen Oper, die im Haus seit Jahrzehnten nicht mehr auf dem Spielplan stand. Daneben umfasst das Programm Mozarts Die Entführung aus dem Serail und Le nozze di Figaro sowie Glucks Orfeo ed Euridice – allesamt vor 1900 entstandene Werke. Auch Puccinis Manon Lescaut wird zu sehen sein.

Im Mai 2027 feiert die Kompanie die Premiere von Engelbert Humperdincks Königskinder, einem heute selten gespielten Werk. Thielemann, der nun seine dritte Saison als Generalmusikdirektor bestreitet, setzte sich persönlich für die Aufnahme in den Spielplan ein. Das Festival 2027 wird zudem den 200. Todestag Beethovens mit einer Aufführung seiner Neunten Sinfonie begehen.

Die Ankündigung folgt auf ein gestiegenes Interesse an der Oper nach den öffentlichen Aussagen Timothée Chalamets über das Genre. Thielemann lud den Schauspieler sogar ein, eine Vorstellung von Tristan zu besuchen. Intendantin Elisabeth Sobotka betonte, dass die Fähigkeit der Oper, das Publikum zu berühren, von keiner anderen Kunstform übertroffen werde.

Die Saison 2026/27 verbindet historische Wiederentdeckungen mit mutigen Entscheidungen und spiegelt so Tradition und Innovation wider. Mit Thielemanns Führung und dem neu erwachten öffentlichen Interesse strebt die Staatsoper an, ein breiteres Publikum zu erreichen. Tickets und weitere Details werden in den kommenden Monaten bekannt gegeben.

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