Berlin wird zur autofreien Zone: Tausende Radfahrer erobern die Stadt
Herlinde JungferBerlin wird zur autofreien Zone: Tausende Radfahrer erobern die Stadt
Berlin bereitet sich auf die jährliche Sternfahrt vor – ein Großereignis für Radfahrer
Dieses Wochenende findet in Berlin wieder die Sternfahrt statt, eine Massenradtour, die vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) organisiert wird. Unter dem Motto „Die Zukunft fährt Rad“ werden Tausende Radfahrer auf 20 Routen mit einer Gesamtstrecke von über 1.000 Kilometern durch die Stadt strömen. Für den Event werden große Straßenabschnitte gesperrt – darunter auch zwei Autobahnabschnitte, die ausschließlich für Radfahrer reserviert sind.
Die Sternfahrt startet am Morgen, wobei Radfahrer an verschiedenen Punkten entlang der Strecken einsteigen können. Um die Sicherheit zu gewährleisten, werden Teile des Berliner Straßennetzes für den Autoverkehr gesperrt, darunter Abschnitte der A100 und der A113. Die meisten gesperrten Routen sollen am Nachmittag, nach Ende der Veranstaltung, wieder freigegeben werden.
Der ADFC nutzt die Sternfahrt, um sich für eine bessere Radinfrastruktur in der Stadt einzusetzen. Durch die temporäre Umwidmung der Straßen für Fahrräder wollen die Organisatoren die Vorteile autofreier urbaner Räume aufzeigen. Gleichzeitig rät das Verkehrsinformationszentrum Autofahrern, die betroffenen Gebiete zu meiden und stattdessen öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.
In diesem Jahr gibt es mit 20 Routen so viele wie noch nie – jede davon ist so konzipiert, dass Radfahrer aller Levels teilnehmen können. Von Familien bis zu erfahrenen Radlern führen die Strecken durch Wohnviertel, Parks und Innenstadtbereiche und werben dabei für nachhaltige Mobilität.
Die Sternfahrt wird zwar den Verkehr beeinträchtigen, bietet aber eine seltene Gelegenheit, Berlins Straßen ohne Autos zu erleben. Auf den ausgewiesenen Routen haben Radfahrer Vorfahrt, während Autofahrer mit Verzögerungen und Umleitungen rechnen müssen. Mit der Veranstaltung unterstreicht der ADFC die wachsende Nachfrage nach sicheren und umweltfreundlichen Verkehrswegen in der Stadt – und setzt sich weiter für den Ausbau von Radwegen ein.






