BASF verkauft Hydrosulfit-Sparte an belgischen Spezialisten Silox
Christos SchwitalBASF verkauft Hydrosulfit-Sparte an belgischen Spezialisten Silox
BASF verkauft Hydrosulfit-Geschäft an Silox
BASF hat sich darauf verständigt, seine mit Hydrosulfit verbundenen Vermögenswerte an Silox zu verkaufen, einen Spezialisten für Reduktions- und Bleichmittel. Die Transaktion folgt auf die Entscheidung von BASF, die Produktion von Hydrosulfit am Standort Ludwigshafen im Rahmen einer umfassenden Portfolioüberprüfung einzustellen. Silox, das in Belgien, Indien und Kanada tätig ist, übernimmt nun zentrale Teile des Hydrosulfit-Geschäfts von BASF.
Der Deal umfasst geistiges Eigentum, technisches Know-how sowie Produktionsanlagen für Hydrosulfit. Zudem sind spezielle Behälter, ausgewählte Fertigungseinrichtungen und damit verbundene Markenrechte Teil der Vereinbarung. Nach der Schließung des Ludwigshafener Standorts im Jahr 2026 wird BASF weltweit keine Hydrosulfite mehr herstellen.
Hydrosulfite spielen eine entscheidende Rolle in Branchen wie der Textil- und Papierindustrie. Sie dienen als Reduktionsmittel beim Färben von Stoffen und als Bleichzusätze in der Zellstoff- und Papierverarbeitung. BASF wird am Standort Ludwigshafen jedoch weiterhin andere anorganische Chemikalien produzieren, darunter Alkoholate, Sulfite und Stickstoffsalze.
Jean-Christophe Bogaert, Geschäftsführer von Silox, betonte die Bedeutung des Deals. Er erklärte, dieser stärke die langfristige Unterstützung des Unternehmens für die Papier- und Textilbranche. Die Übernahme verbessere zudem die Fähigkeit von Silox, hochwertige Hydrosulfite weltweit anzubieten.
Die Vereinbarung festigt die Marktposition von Silox als zuverlässiger Lieferant von Produkten auf Hydrosulfit-Basis. BASF wird sich unterdessen auf seine verbleibenden chemischen Aktivitäten in Ludwigshafen konzentrieren. Der Deal markiert eine Produktionsverlagerung, erhält jedoch die wesentlichen Lieferketten für Schlüsselindustrien aufrecht.






