25 March 2026, 08:13

Baden-Baden ehrt John Neumeier und die Legenden des Balletts mit glanzvollem Festival

Plakat für eine 1909er Pariser Ballettvorstellung namens "Saison Russe", das eine gemalte Figur in einer anmutigen Pose mit der Aufschrift "Opera et Ballet" darüber zeigt.

Baden-Baden ehrt John Neumeier und die Legenden des Balletts mit glanzvollem Festival

Baden-Baden feiert seine glanzvolle Ballettgeschichte mit einem Festival zu Ehren des Choreografen John Neumeier

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Vom 2. bis 12. Oktober widmet sich die Kurstadt ihrem reichen Ballett-Erbe: Das Festival präsentiert Werke des renommierten Choreografen und würdigt zugleich legendäre Tänzer wie Wasslaw Nijinski und Anna Pawlowa, die vor über einem Jahrhundert in Baden-Baden auftraten. Eine Sonderausstellung im Stadtmuseum zeigt zudem Neumeiers private Sammlung an Tanz- und Ballett-Kostbarkeiten.

Im August 1913 wurde Baden-Baden zum Zentrum der Ballettwelt, als Wasslaw Nijinski und die Ballets Russes im damaligen Grandhotel Stephanie – dem heutigen Brenners Parkhotel – abstiegen. Während ihres Aufenthalts arbeiteten Nijinski und Sergei Djagilew an einem Ballett zu Musik von Bach. Noch im selben Monat gab Anna Pawlowa, ein weiterer Star der Ballets Russes, am 26. August im Theater Baden-Baden ihren ikonischen Auftritt als Der sterbende Schwan. Ihr Gastspiel war mit großer Spannung erwartet worden, doch zuvor hatte sie für Aufsehen gesorgt, als sie mit den Veranstaltern über die Wahl ihres Tanzpartners aneinandergeriet.

Die Ballets Russes revolutionierten zu Beginn des 20. Jahrhunderts das Ballett, insbesondere die Spitzentanz-Technik, und setzten neue künstlerische und technische Maßstäbe. Nun, über hundert Jahre später, bringt John Neumeiers Festival ihr Erbe zurück auf die Bühne. Im Festspielhaus Baden-Baden werden sein Ballett Nijinski sowie Epilog aufgeführt. Zudem stehen Illusionen – wie Schwanensee und Der Nussknacker auf dem Programm; Karten für die Ausgabe 2026 sind bereits erhältlich.

Ab dem 3. Oktober zeigt das Stadtmuseum Baden-Baden eine Ausstellung mit Exponaten aus Neumeiers umfangreicher Tanz- und Ballettsammlung. Die Schau beleuchtet seine tiefe Verbindung zur Ballettgeschichte – darunter auch Bezüge zu Pawlowa und Nijinski, deren bahnbrechendes Wirken bis heute Choreografen inspiriert.

Bis zum 12. Oktober verbindet das Festival mit Aufführungen und Ausstellungen Baden-Badens Ballett-Vergangenheit mit zeitgenössischem Tanz. Neumeiers Nijinski und die begleitenden Veranstaltungen unterstreichen den anhaltenden Einfluss der Pioniere des frühen 20. Jahrhunderts. Karten für künftige Produktionen, darunter das Festival 2026, sind ab sofort erhältlich.

Quelle