02 April 2026, 10:14

Autohandel in der Krise: Warum Burkhard Weller vor dem Elektroauto-Boom warnt

Balkendiagramm, das die Anzahl der Elektrofahrzeuge in den Vereinigten Staaten zeigt, wobei die Gesamtkapazität von BMW angegeben ist.

Autohandel in der Krise: Warum Burkhard Weller vor dem Elektroauto-Boom warnt

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) setzt sich für eine stärkere politische Vertretung der Branche ein. Sein Präsident, Burkhard Weller, warnt, dass Autohäuser vor großen Herausforderungen stehen, da Elektrofahrzeuge den Markt grundlegend verändern. Seiner Ansicht nach sind dringende Reformen nötig, um einen starken Rückgang im Servicebereich und bei unabhängigen Betrieben zu verhindern.

Weller diskutierte diese Themen kürzlich im AUTOHAUS-Podcast und betonte, wie wichtig es sei, dass Händler ihre Geschäftsmodelle anpassen. Er kritisierte, dass die aktuellen Förderprogramme für Elektroautos zu kompliziert seien, und forderte ein vereinfachtes Verfahren ohne zusätzlichen bürokratischen Aufwand. Zu seinen Forderungen gehören schnellere Auszahlungen der Fördergelder, eine rückwirkende Gültigkeit ab dem 1. Januar sowie Unterstützung für junge Gebrauchtwagen.

In Berlin führte Weller erste Gespräche mit Politikern und stellte fest, dass diese offener reagieren, wenn Unternehmer direkt das Wort ergreifen. Dennoch rechnet er damit, dass die Zahl der Autohaus-Standorte auf unter 12.000 sinkt und weniger als 3.000 unabhängige Inhaber übrig bleiben. Der Umstieg auf E-Mobilität werde voraussichtlich zu weniger Verschleißreparaturen führen – eine direkte Bedrohung für den Servicebereich.

Wellers eigene Erfahrungen als Autohändler prägen seine Warnungen. Ohne klarere Regeln und unbürokratische Unterstützung, so seine Überzeugung, werden viele Betriebe die Branchenumstellung nicht überstehen.

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Die Initiativen des ZDK kommen zu einer Zeit, in der der Kfz-Handel tiefgreifende strukturelle Veränderungen durchläuft. Wellers Vorschläge zielen darauf ab, fairere Bedingungen für Händler zu schaffen – bei gleichzeitig sinkender Zahl an Standorten und Inhabern. Sein Fokus liegt darauf, dass Fördermittel reibungslos fließen und die politischen Anliegen der Branche Gehör finden.

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