11 May 2026, 02:14

Ärzte fordern radikale Alkoholreform: Kein Bier mehr für Teenager – selbst mit Eltern

Plakat, das ein Bierfest in Deutschland ankündigt, mit Menschen, die Biergläser halten und einem Fass im Hintergrund, mit deutschem Text unten.

Ärzte fordern radikale Alkoholreform: Kein Bier mehr für Teenager – selbst mit Eltern

Kassenärztliche Vereinigung Marburg drängt auf schärfere Alkoholgesetze in Deutschland

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Die Kassenärztliche Vereinigung Marburg fordert strengere Alkoholvorschriften in Deutschland. Zu ihren Vorschlägen gehören die Abschaffung der Regelungen zum „kontrollierten Alkoholkonsum“ für Jugendliche sowie Einschränkungen beim Verkauf hochprozentiger Alkoholika. Die Vereinigung warnt, dass die aktuellen Bestimmungen junge Menschen nicht ausreichend vor langfristigen Schäden schützen.

Konkrete Forderung ist die Streichung einer bestehenden Ausnahme, die es 14- und 15-Jährigen erlaubt, in Begleitung der Eltern Bier, Wein oder Sekt zu trinken. Laut dem Vorschlag soll diese „kontrollierte Alkoholabgabe“ komplett abgeschafft werden. Die Vereinigung argumentiert, dass früher Alkoholkonsum das Risiko für spätere Abhängigkeit und bleibende Gesundheitsschäden erhöht.

Die Delegierten verwiesen auf internationale Studien, die belegen, dass strengere Altersgrenzen und engere Verkaufskontrollen den Alkoholkonsum bei Jugendlichen deutlich reduzieren. Zudem forderte die Vereinigung, dass Spirituosen nur noch in Fachgeschäften für Alkoholika verkauft werden dürfen. Damit wären Supermärkte, Tankstellen und Kioske vom Verkauf hochprozentiger Getränke ausgeschlossen.

Die Kassenärztliche Vereinigung betonte, dass Alkohol nach wie vor eines der größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken in Deutschland sei. Mit ihren Empfehlungen will sie die Schäden verringern, indem der Zugang von Jugendlichen zu Alkohol von vornherein erschwert wird.

Sollten die Änderungen umgesetzt werden, entfiele die elterliche Aufsicht als rechtliche Grauzone für den Alkoholkonsum Minderjähriger. Supermärkte und andere Einzelhändler dürften dann keine Spirituosen mehr anbieten. Die Marburger Vereinigung hält diese Maßnahmen für notwendig, um alkoholverbundene Schäden bei Jugendlichen zu verringern.

Quelle