17 June 2026, 18:09

Albaniens umstrittene Flamingo-Insel bringt Kushner-Deal ins Wanken

Die Kushner-Israel-Verbindung hinter der 'Flamingo-Revolution' in Albanien

Albaniens umstrittene Flamingo-Insel bringt Kushner-Deal ins Wanken

Albanien, ein kleines Balkanland an der Adria, steht nach Protesten auf einer geschützten Insel im internationalen Fokus. Die Demonstrationen, bei denen pinkfarbene Flamingo-Ausschnitte zu sehen waren, fallen in eine Phase, in der die Behörden einen umstrittenen Deal mit Jared Kushner untersuchen.

Die albanische Regierung hatte einem mit Kushner verbundenen Unternehmen den Status eines „strategischen Investors“ verliehen. Damit wurden laut Berichten Steuern, Ausschreibungen und Umweltprüfungen für ein geplantes Milliardenprojekt – ein Luxusressort – erlassen. Kushner, der Schwiegersohn des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, kündigte das Vorhaben an, nachdem Trump seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2024 bekanntgegeben hatte.

Nun prüft Albaniens Anti-Korruptionsbehörde den Deal genauer. Im Mittelpunkt stehen die Rolle der Hauptstadt Tirana und die Umgehung üblicher Verfahren. Die betroffene Insel liegt in der Nähe des Vjosa-Narta-Deltas, Europas erstem „Wild River National Park“, der seltene Flamingos, Pelikane und Schildkrötenbrutstätten beherbergt.

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Albanien ist zudem Gastgeber für Tausende Mitglieder der Muǧahidin-e Chalq (MEK), einer iranischen Oppositionsgruppe. Ministerpräsident Edi Rama unterstützt die MEK öffentlich und wirft dem Iran Cyberterrorismus sowie die Schürung von Protesten vor. Die EU erkennt die Gruppe jedoch nicht als legitime Organisation an und lehnt jeden Kontakt ab.

Die Ermittlungen stellen für Albanien eine direkte Herausforderung dar – besonders im Hinblick auf den angestrebten EU-Beitritt. Das Ergebnis könnte die Beitrittsverhandlungen und die Einhaltung europäischer Standards beeinflussen. Der Fall zeigt das Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichen Ambitionen und Umweltschutz auf.

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