AfD und SPD streiten über Ursachen von Gewalt und Mobbing an deutschen Schulen
Luka BoucseinAfD und SPD streiten über Ursachen von Gewalt und Mobbing an deutschen Schulen
Im Bundestag ist eine hitzige Debatte über die zunehmende Gewalt und Mobbing an deutschen Schulen entbrannt. Die rechtspopulistische AfD (Alternative für Deutschland) warf Saskia Esken, der Vorsitzenden des Bildungsausschusses, vor, die Schwere des Problems zu verharmlosen. Esken bestätigte zwar einen Anstieg der Vorfälle, wies jedoch einen Zusammenhang mit Migration zurück.
Auslöser der Diskussion waren zwei Anträge der AfD. Einer forderte eine bessere Erfassung gewalttätiger Vorfälle an Schulen, der andere verlangte Maßnahmen gegen religiös motiviertes Mobbing. AfD-Abgeordnete verwiesen auf Messerangriffe, Drohungen und religiösen Zwang als Belege für eine Verschärfung der Lage.
Esken erkannte das Problem an und betonte, dass fast jeder fünfte Schüler von Cybermobbing betroffen sei. Zudem wies sie auf einen deutlichen Anstieg polizeilich erfasster Gewaltdelikte in allen Bundesländern hin. Als Hauptursache nannte sie jedoch mangelnde Konfliktlösungsfähigkeiten – nicht Migration.
AfD-Vizechefin Beatrix von Storch widersprach dieser Einschätzung. Sie bestand darauf, dass Migration eine zentrale Rolle bei der wachsenden Unruhe spiele. Die Anträge wurden anschließend zur weiteren Prüfung an die zuständigen Ausschüsse überwiesen.
Die Debatte offenbarten tiefe Gräben bei der Frage nach den Ursachen von Schulgewalt. Während Esken auf gesellschaftliche Faktoren verwies, forderte die AfD strengere Kontrollen und eine Fokussierung auf Migration. Die Anträge werden nun in den Ausschüssen detailliert beraten.






