30 April 2026, 00:24

AfD-Politiker nach Kneipen-Rauswurf: Boykottaufruf und wachsende Konflikte in Berlin

Große Menschenmenge protestiert vor einem Gebäude in Berlin, hält Schilder, mit Bäumen, Fahrzeugen, einem Lautsprecher und Himmel im Hintergrund.

AfD-Politiker nach Kneipen-Rauswurf: Boykottaufruf und wachsende Konflikte in Berlin

Drei Politiker der AfD wurden Anfang dieses Monats aus einer Berliner Kneipe verwiesen. Der Vorfall ereignete sich am 14. April im Gaffel Haus, wo Mitarbeiter sie laut Berichten wegen ihrer politischen Zugehörigkeit des Lokals verwiesen. Die Bild-Zeitung berichtete am Mittwoch über den Fall und verwies dabei auf die wachsenden Spannungen im Umgang mit öffentlichen Räumen und Parteimitgliedschaften.

Die Auseinandersetzung begann, als Maximilian Krah und Philipp-Anders Rau aufgefordert wurden, die Gaststätte zu verlassen. Steffen Janich, ein weiteres AfD-Mitglied, hinterfragte die Entscheidung und wurde ebenfalls des Hauses verwiesen. Krah rief später seine Anhänger zum Boykott des Betriebs auf und argumentierte, Kunden könnten durch Fernbleiben Einfluss auf das Geschäft nehmen.

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Für Krah ist dies nicht der erste Ausschluss wegen seiner politischen Haltung. Ende Februar beendete die Friedrich Pustet-Druckerei in Regensburg die Zusammenarbeit mit dem Wiener Verlag Castrum Verlag, nachdem dieser ein Buch Krahs veröffentlichen wollte. Als Grund für die Trennung nannte das Unternehmen seine AfD-Mitgliedschaft.

Schon im März hatte die Leipziger Buchmesse Krah die Teilnahme an einer Lesung aus seinem Roman Die Reise nach Europa verweigert. Die Veranstalter begründeten dies mit Sicherheitsbedenken, doch Krah wies dies als Vorwand zurück. Die Leitung des Gaffel Haus hat auf eine Anfrage der Bild zur Bestätigung des jüngsten Vorfalls bisher nicht reagiert.

Die Verweise aus dem Gaffel Haus fügen sich in eine Reihe von Fällen ein, in denen öffentliche Einrichtungen sich von AfD-Mitgliedern distanzieren. Krahs frühere Absagen im Zusammenhang mit Buchveranstaltungen deuten auf einen breiteren Widerstand gegen die Präsenz seiner Partei in kulturellen und gesellschaftlichen Räumen hin. Da sich die Kneipenleitung nicht äußert, bleiben die genauen Gründe für die Rauswürfe ungeklärt.

Quelle