50.000 Menschen feiern den "Revolutionären 1. Mai" in Berlin – trotz Chaos bleibt es friedlich
Klaus-Dieter Stahr50.000 Menschen feiern den "Revolutionären 1. Mai" in Berlin – trotz Chaos bleibt es friedlich
Fast 50.000 Menschen zogen am Tag der Arbeit durch die Straßen Berlins, um an der jährlichen Demonstration zum „Revolutionären 1. Mai“ teilzunehmen. Die Veranstaltung lockte riesige Menschenmengen an, und die Feierlichkeiten erstreckten sich von Kreuzberg bis nach Neukölln. Trotz des großen Andrangs meldeten die Behörden bis zum frühen Abend keine größeren Zwischenfälle.
Die Demonstration begann zunächst reibungslos, doch der Vorwärtsdrang stockte, als Tausende Teilnehmer die Straßen Kreuzbergs füllten. Zahlreiche Straßen wurden für den Verkehr gesperrt, und mehrere U-Bahn-Stationen mussten umfahren werden, um die Menschenmassen zu bewältigen. Später am Abend sperrte die Polizei zudem den Zugang zum Görlitzer Park.
Die Liga der Kommunisten teilte auf X mit, dass die verbliebenen Demonstrationsblöcke nur schwer vorankamen. Teilnehmer mussten teilweise bis zu einer halben Stunde warten, bevor sie weiterziehen konnten, was zu einer Zersplitterung des Zuges führte. Während die Spitze des Marsches Neukölln erreichte, steckte das Ende noch auf der Oranienstraße in Kreuzberg fest.
Die Polizei war mit starkem Aufgebot im gesamten Gebiet präsent. Innensenatorin Iris Spranger bestätigte, dass die Stimmung trotz der Gedränges friedlich blieb. Unklar war jedoch, ob die Demonstranten ihr geplantes Ziel, den Südstern in Kreuzberg, noch vor Einbruch der Dunkelheit erreichen würden.
Die Maifeierlichkeiten in Berlin verzeichneten in diesem Jahr einen der größten Zuläufe der letzten Jahre. Bei überfüllten Straßen und weitverbreiteten Verzögerungen arbeiteten Veranstalter und Polizei Hand in Hand, um die Lage unter Kontrolle zu halten. Laut den jüngsten Berichten gab es bis dahin weder gewalttätige Auseinandersetzungen noch schwerwiegende Störungen.






