30.000 Radfahrer erobern Berlins Straßen bei der ADFC-Sternfahrt zurück
Christos Schwital30.000 Radfahrer erobern Berlins Straßen bei der ADFC-Sternfahrt zurück
Rund 30.000 Radfahrerinnen und Radfahrer haben am Sonntag die Straßen Berlins für die jährliche Sternfahrt in Beschlag genommen. Die vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) organisierte Aktion setzt sich für eine bessere Radinfrastruktur ein und sperrte dafür zeitweise wichtige Verkehrsadern für den Autoverkehr. Aus allen Teilen der Stadt kamen die Teilnehmer zusammen, um mit einer friedlichen, aber nachdrücklichen Demonstration ihre Forderungen zu unterstreichen.
Die Großveranstaltung führte über 20 verschiedene Routen, die alle am Großen Stern in der Nähe der Siegessäule zusammenliefen. Die Radler nutzten dabei auch Autobahnen, die sonst vom motorisierten Verkehr dominiert werden – darunter Abschnitte der Avus (A115) und der A100. Die kurzzeitigen Sperrungen zeigten, welches Potenzial autofreie Räume in der Hauptstadt hätten.
Vor Ort forderte Marlene Alber, Verkehrspolitische Referentin des ADFC Berlin, die Verkehrsverantwortlichen auf, Radfahrer endlich ernst zu nehmen. Sie betonte, dass dringend mehr und besser finanzierte Radwege nötig seien – statt Kürzungen im Haushalt. Die als jährliche Protestaktion angemeldete Sternfahrt gibt Radfahrern die seltene Gelegenheit, sich die Straßen zurückzuerobern und sichere Bedingungen einzufordern.
Die Demonstration zog Tausende an und demonstrierte damit die breite öffentliche Unterstützung für eine Verbesserung der Radverkehrsbedingungen. Mit gesperrten Autobahnen und voll besetzten Routen setzte die Aktion ein deutliches Zeichen für die Verkehrsprioritäten Berlins. Die Organisatoren erwarten nun von der Politik konkrete Pläne für ein sicheres, besser vernetztes Radwegenetz.






