2025: Rekordzahl an Einbürgerungen in Deutschland erreicht
Deutschland hat 2025 die höchste Zahl an Einbürgerungen seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnet. In allen 14 Bundesländern erhielten 309.852 Menschen die deutsche Staatsbürgerschaft – ein neuer Rekord. Der deutliche Anstieg folgt auf jüngste Gesetzesreformen und die wachsende Anzahl langjähriger Migrantinnen und Migranten, die nun die Voraussetzungen erfüllen.
Der starke Zuwachs erklärt sich vor allem dadurch, dass Geflüchtete, die 2015 und 2016 nach Deutschland kamen, mittlerweile die notwendige Mindestaufenthaltsdauer erreicht haben. Auch viele Ukrainerinnen und Ukrainer, die 2022 Schutz suchten, werden ab 2027 unter der neuen Fünfjahresregelung die Staatsbürgerschaft beantragen können. Bisher betrug die Wartezeit acht Jahre, doch die Reformen haben diese Frist verkürzt und die Möglichkeiten für doppelte Staatsbürgerschaften ausgeweitet.
Berlin verzeichnete mit 39.034 neuen Deutschen den größten Zuwachs. Brandenburg folgte mit einem Anstieg um 25 Prozent auf 4.695 Einbürgerungen. In Nordrhein-Westfalen erhielten 3.841 Russen die deutsche Staatsangehörigkeit – ein Plus von 67,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Syrerinnen und Syrer bleiben in vielen Regionen die größte Gruppe unter den Neubürgern. Doch auch die Zahl der türkischen und russischen Staatsangehörigen, die einen deutschen Pass erhalten, steigt kontinuierlich.
Die Zahlen für 2025 markieren einen historischen Höhepunkt bei den Einbürgerungen. Da jährlich mehr Migrantinnen und Migranten die Voraussetzungen erfüllen, wird sich dieser Trend voraussichtlich fortsetzen. Die Reformen und die verkürzten Aufenthaltsfristen haben es langjährig hier lebenden Menschen erleichtert, die deutsche Staatsbürgerschaft zu erwerben.






